Münzen

„Das niedrige Einkommen der Tiroler ist ein Spiegelbild der Politik, die die Landesregierung macht. Tirol hat laut Bericht des Bundesrechnungshofes die schlechtesten Einkommen in ganz Österreich, laut Hauptverband der Sozialversicherungen die zweitschlechtesten. Diese beschämend niedrigen Einkommen sind keine Frage von Trinkgeldern oder des Pfuschs. Ja glaubt denn jemand, dass in Vorarlberg weniger gepfuscht wird und die Vorarlberger weniger Trinkgelder bekommen? Ganz sicher nicht, aber trotzdem verdienen die Vorarlberger Männer um mehr als 300 Euro mehr als Tiroler. Da muss sich Landeshauptmann Platter fragen, ob er und seine ÖVP die richtige Strukturpolitik machen. Tirol braucht eine aktive Strukturpolitik und Betriebsansiedlungen auch besonders in jenen Bezirken, wo die Menschen noch weniger verdienen wie in den Bezirken Lienz, Landeck, Imst und Kitzbühel“, erklärt LA Fritz Dinkhauser.

Beschämend niedrige Löhne nicht gottgewollt, sondern hausgemacht!

„Statt Ausreden und Sündenböcke zu suchen, muss die ÖVP-SPÖ Landesregierung vor der eigenen Türe kehren. Wir wissen, dass wir wenige Arbeitsplätze in der besser bezahlten Industriebranche haben, dass wir viele Teilzeitarbeiter und am wenigsten Angestellte haben. Aber die Landesregierung tut dagegen viel zu wenig”, ärgert sich LA Fritz Dinkhauser.

Kein Tiroler ohne Schul- und Berufsabschluss!

“Jedes Jahr, auch heuer wieder, bekommen beispielsweise mehr als 300 junge Hauptschüler keinen Platz in einer weiterführenden Schule, obwohl sie entsprechend gute Noten haben. Die Landespolitik sorgt nicht für ausreichend Plätze. Dabei wissen wir, dass bessere Bildung auch bessere Löhne bedeutet. Das Wichtigste für die Politik muss sein, dass kein Tiroler ohne Schul- und Berufsabschluss bleibt. Alle Untersuchungen belegen nämlich, dass besser ausgebildete Menschen auch besser verdienen“, stellt LA Fritz Dinkhauser klar.

Mindestlohn für Beschäftigte im Tourismus endlich umsetzen!

„Platter hat auch Erklärungsbedarf als Tourismusverantwortlicher. Dort werden die niedrigsten Löhne bezahlt, ein Mindestlohn von 1.300 Euro brutto, den der Arbeitnehmerflügel seit Jahren fordert, ist bis heute nicht umgesetzt. Hier können Platter und die ÖVP schauen, dass die Menschen anständig verdienen und die Einkommenssituation für die Mitarbeiter im Tourismus besser wird. Es kann nicht sein, dass der Tourismus anscheinend Jahr für Jahr Zuwächse hat, die Menschen dort aber nicht mehr verdienen“, sagt LA Fritz Dinkhauser.