Die Frauensprecherinnen von Liste Fritz und SPÖ in Tirol

So geht’s den Frauen in Tirol

Anlässlich des Internationalen Frauentages am 8. März hat die zuständige Landesrätin Christine Baur von den Grünen den Bericht zur Lage der Frauen in Tirol präsentiert.

“Wir begrüßen die neue Broschüre des Landes mit Zahlen, Daten und Fakten zur Lage der Frauen in Tirol. Es ist uns aber schleierhaft, warum es sechs Jahre gedauert hat, bis die neuesten Zahlen erhoben worden sind und nun vorliegen. So gut ein statistisches Nachschlagewerk ist, so notwendig sind darauf aufbauend konkrete Lösungsvorschläge für die offensichtlichen Benachteiligungen von Frauen in Tirol. Die zuständige Landesrätin hat jetzt Handlungsbedarf”, erklären die Frauensprecherinnen von SPÖ und Liste Fritz – Bürgerforum Tirol, LA Gabi Schiessling und LA Andrea Haselwanter-Schneider.

Zum Nachlesen:

Frauen verlieren am Arbeitsmarkt

Andrea Haselwanter-Schneider (Liste Fritz) und Gabi Schiessling (SPÖ)Für die beiden Frauensprecherinnen sind die neuesten Arbeitslosenzahlen vom Februar 2014 alarmierend. So sind in Tirol im Vergleich zum Februar des Vorjahres um 13,5% mehr Frauen arbeitslos. Eklatante Zuwächse sind in den Bezirken Innsbruck, Kitzbühel und Landeck zu verzeichnen. Dramatisch ist der Zuwachs bei den langzeitarbeitslosen Frauen um 75% seit dem Vorjahr!

“Frauen wollen mehr arbeiten, können aber oft nicht. Weil es schlichtweg immer noch zu wenige Unterstützungsangebote zur Vereinbarkeit von Beruf und Familie gibt. Damit werden Frauen in Tirol in die Teilzeitfalle gedrängt, verdienen viel weniger und bekommen später eine massiv niedrigere Pension. Dazu kommt, dass laut Bundesarbeiterkammer Überstunden männlich sind und es Frauen in vielen Betrieben nicht möglich ist, Überstunden zu machen”, erläutert Klubobfrau und FRITZ-Frauensprecherin Andrea Haselwanter-Schneider.

“Die Zahlen im präsentierten Bericht zeigen, dass Frauen zwar überdurchschnittlich gut ausgebildet sind, in den Führungspositionen aber nach wie vor mit der Lupe gesucht werden müssen. Auch das Land ist hier ein schlechtes Vorbild”, hält SPÖ-Frauensprecherin Gabi Schiessling fest.

Frauen in Tirol mit niedrigsten Einkommen in ganz Österreich!

“Bekommen die Tiroler generell die niedrigsten Einkommen in ganz Österreich, so sind die Frauen in Tirol bei den Einkommen noch einmal die großen Verliererinnen. Tiroler Frauen verdienen pro Jahr etwa 4.000 Euro brutto weniger als Frauen in Wien! Angesichts all dieser Zahlen, Daten und Fakten gibt es für Frauenlandesrätin Baur viel zu tun. Sie hat jetzt die Aufgabe, ein Maßnahmenpaket für die Besserstellung der Frauen in Tirol zu schnüren und kann dabei mit unserer vollen Unterstützung rechnen”, versichern LA Gabi Schiessling und LA Andrea Haselwanter-Schneider, die Frauensprecherinnen von SPÖ und Liste Fritz – Bürgerforum Tirol.