Bergrettungseinsätze sind meist gefährlich und müssen geübt werden

Bergrettungs-Übungen erlauben!

Mit den 5 Wörtern “und die dazu notwendigen Übungen”, die neu ins Tiroler Nationalparkgesetz geschrieben werden müssen, lassen sich Übungen der Tiroler Berg- und Flugretter im Nationalpark Hohe Tauern gesetzlich verankern und die Berg- und Flugretter erhalten damit eine rechtliche Absicherung für ihre frewillige Arbeit.

Menschenleben vor Bürokratie!

“Bergretter arbeiten freiwillig, ehrenamtlich und unentgeltlich. Sie riskieren ihr eigenes Leben, um andere, in Not geratene Menschen zu retten! Rettungseinsätze über 3.500 Meter, Gletscherspalten und extreme Windverhältnisse am Gletscher, dazu Einsatzmaterial mit rund 150 Kilogramm Gewicht – Bergretter arbeiten in Extremsituationen und müssen deshalb auch in Extremsituationen üben dürfen! Nach der derzeitigen Gesetzeslage ist ihnen der Einsatz im Nationalpark Hohe Tauern erlaubt, das Üben aber verwehrt”, erläutert FRITZ-Klubobfrau Andrea Haselwanter-Schneider.

Tiroler Opposition hat Gesetzesänderung ausgearbeitet!

“Mit der von den Oppositionsparteien vorgeschlagenen einfachen Änderung des Nationalparkgesetzes, das um 5 Wörter ergänzt werden soll, ist es möglich, Übungen im Nationalpark gesetzlich zu verankern und die Bergretter rechtlich abzusichern. Die Bergretter brauchen diese gesetzliche Änderung, damit sie mindestens sechs Hubschrauberunterstützte Übungstage erhalten und jederzeit am Boden üben können. Menschenleben gehen vor Bürokratie!”, hält FRITZ-Klubobfrau Andrea Haselwanter-Schneider gemeinsam mit Peter Ladstätter von der Bergrettung Osttirol sowie den politischen Vertretern der anderen Oppositionsparteien, Elisabeth Blanik, Heribert Mariacher und Josef Schett, fest.

Im Wortlaut:

Der Landtagsantrag steht: ÖVP und Grüne müssen nur zustimmen!

Die Liste Fritz – Bürgerforum Tirol und die anderen Oppositionsparteien haben den entsprechenden Dringlichkeitsantrag für den Mai-Landtag ausgearbeitet und eingebracht.

“ÖVP und Grüne haben lange blockiert und gebremst. Wenn sie jetzt – spät, aber doch – auch zur Erkenntnis gelangt sind, dass es eine gesetzliche Regelung braucht und die Arbeit der Bergretter auf eine rechtlich abgesicherte Basis gehört, dann brauchen sie unserem Antrag nur zuzustimmen. Eigene Abänderungsanträge oder dringliche Regierungsvorlagen sind leere Zusatzkilometer und nichts als politischer Aktionismus von Schwarz und Grün”, erklärt FRITZ-Landtagsabgeordnete Andrea Haselwanter-Schneider.

Bergretter brauchen klare Entscheidung!

Andrea Haselwanter-Schneider und ihre Kollegen von der Tiroler Opposition

“Die Regierungsparteien waren am Zug und hätten die Forderung der Bergretter schon längst umsetzen können, das haben sie aber nicht getan. Jetzt ist die Zeit der Polit-Spielchen und Tricksereien vorbei, es braucht eine klare Entscheidung für die ehrenamtlichen und unentgeltlich arbeitenden Bergretter. Mit Toni Mattle sitzt der 1. Landesleiter-Stellvertreter der Bergrettung Tirol auch in den Reihen der ÖVP im Landtag. Er kennt also die speziellen Herausforderungen der Bergretter, ich nehme ihn deshalb besonders in die Pflicht. Er muss sich entscheiden, ob er für das berechtigte Anliegen der Bergretter oder für den Klubzwang der ÖVP die Hand im Landtag hochhebt”, sieht Andrea Haselwanter-Schneider die Regierungsparteien gefordert.

Zum Nachschauen:

Bergrettungsübungen gesetlich verankern