Fritz-Stammtisch

Der Sommer ist nun entgülitg vorbei und der Landtag geht in eine neue Runde. So haben sich im Gasthaus Sailer wieder eine Gruppe Interessierter zum Fritz-Stammtisch zusammengefunden. Angeregt diskutiert und informiert wurde über den Landtag und aktuelle Themen.

  • Die UMIT war die letzten Tage häufig in den Schlagzeilen. Dem Doktorratsstudium Gesundheitswissenschaften wurde die Akkreditierung entzogen. Das heißt die dortigen Studenten können keinen Abschluss mehr machen. „Nicht die ganze UMIT ist schlecht“ stellt LA Andrea Haselwanter-Schneider klar. Betroffen ist schließlich nur einer von 18 Studiengängen. „Bei den anderen Studiengängen wird nach wie vor gute Arbeit geleistet. Der Wert des Abschlusses hat in den Augen der Öffentlichkeit jedoch großen Schaden genommen“, ist sie überzeugt. Als „unfairen Zeitgenossen“ bezeichnet LA Fritz Dinkhauser den derzeitigen Landesrat Tilg. Bis 2008 war er Rektor der UMIT. Auch damals hat es schon Missstände gegeben. Getan hat Tilg jedoch nichts und putzt seine Versäumnisse jetzt an anderen ab. Für LA Andreas Brugger ist die Suche nach Einzel-Schuldigen zweitrangig. Das Land Tirol hat mit der Errichtung der Privatuniversität UMIT die Verantwortung für die dortigen Studenten übernommen. Diesen muss jetzt geholfen werden. Für die Studenten und Mitarbeiter an der UMIT bringt die Liste Fritz – Bürgerforum Tirol einen Dringlichkeitsantrag im Landtag ein.
  • Nach wie vor Thema die TIWAG „Es ist nicht unser Hobby die TIWAG vor uns herzutreiben,“ stellt LA Bernhard Ernst klar, „ aber die Missstände müssen aufgezeigt werden.“ 1,84 Millionen Euro pro Monat werden in diesem Landesunternehmen für Werbung, Reisen und Beratung ausgegeben.
  • Einen Schwerpunkt im Landtag setzt die Liste Fritz – Bürgerforum Tirol mit der Forderung nach Transparenz bei den Bedarfszuweisungen. Bedarfszuweisungen sind Geld des Bundes, das den Tiroler Gemeinden beispielsweise für den Bau von Kindergärten, Straßen und Mehrzweckgebäuden zur Verfügung gestellt werden. Verteilt werden die Mittel allerdings von der Landesregierung und zwar freihändig und ohne Kontrolle. Das schafft Platz für Missbrauch und politisches Kalkül ist LA Fritz Dinkhauser besorgt. Deshalb werden 2 Dringlichkeitsanträge von der Liste Fritz – Bürgerforum Tirol eingebracht. Verlangt werden klar nachvollziehbare Regeln und die Veröffentlichung im Internet für das von der ÖVP-SPÖ-Regierung vergebenen Geld. In diesem Jahr immerhin 80 Millionen Euro. In den letzten 3 Jahren mehr als 253 Millionen Euro.
  • Insgesamt 11 Anträge hat das Bürgerforum Tirol – Liste Fritz in die Ausschüsse eingebracht. Davon wurden 6 Anträge abgelehnt. 5 Anträge wurden ausgesetzt und damit der öffentlichen Debatte im Landtag entzogen. Von der beim Antritt Platters angekündigten Zusammenarbeit mit allen Parteien fehlt weiterhin jede Spur.