Tirol Milch

Die ÖVP Bauernbund-Funktionäre, allen voran Steixner und Hechenberger, haben heute der Übernahme der Tirol Milch durch die Berglandmilch aus Oberösterreich zugestimmt.

„Die Tragik ist, dass mit dem Ausverkauf der Tirol Milch wieder ein Stück Tirol, ein Stück Identität und ein Stück der Zukunft Tirols verloren geht. Verscherbelt wird nicht irgendeine Firma, sondern die Idee dahinter. Die Idee seine selbst erzeugten Lebensmittel selber zu vermarkten und zu verkaufen. Es geht die Idee verloren, einen Feinkostladen Europas und ein Naturkostland Tirol zu etablieren. Das in einer Zeit, in der die Menschen ganz besonders auf naturnahe Lebensmittel aus der Region setzen. Der Bauernstand repräsentiert sich schließlich zu einem großen Teil über seine Produkte“, erklärt LA Fritz Dinkhauser.

Tirol Milch als Trauerspiel der ÖVP Agrarpolitik!

Für die Liste Fritz – Bürgerforum Tirol ist es unverständlich, dass die Bauernfunktionäre bei der Tirol Milch solange zugeschaut haben. Die ÖVP Politiker haben zuerst jede Kompetenz zurückgewiesen, um dann heute doch grünes Licht zu geben.

„Es ist ein Trauerspiel, Platter und Steixner haben noch vor kurzem den Wunsch nach einer Kooperation verkündet, heute reden sie den Ausverkauf schön. Die von der Tirol Milch in Auftrag gegebenen Gutachten haben von einem gewissen Risiko eines Alleingangs gesprochen, heute ist die Übernahme unumgänglich”, schüttelt LA Dinkhauser den Kopf.

Ursachenforschung für Niedergang der Tirol Milch ist angesagt!

“Kommt jetzt die Ursachenforschung für den Niedergang der Tirol Milch oder bleibt sie auf der Strecke? Warum können viel kleinere Molkereien erfolgreich wirtschaften und einen Milchpreis zwischen 50 und 60 Cent zahlen, wie die Genossenschaft Milchhof Sterzing? Warum können sie ihre Produkte erfolgreich am Markt verkaufen und beim Joghurt zur Nummer 2 in Italien werden während 200 von 400 Tirol Milch-Produkten Verluste bringen?“, will LA Dinkhauser wissen.

Viele offene Fragen rund um den Ausverkauf der Tirol Milch!

„Ob die Tirol Milch eigenständig ist oder nicht, ist nicht nur Sache der Bauern. Die Bürger haben mit ihrem Steuergeld die Tirol Milch in den vergangenen Jahren mit mehr als 22,7 Millionen Euro gefördert. Das muss man künftig sicher überdenken, denn nach dem Ausverkauf der Tirol Milch geht es um einen Konzern aus Oberösterreich, damit nicht mehr um ein Stück Tirol, sondern um ein Stück Konzern. Offen ist, wie Konsumenten und Handel reagieren, wenn sie nicht mehr wissen, was in den Packungen drin ist, wo Tirol drauf steht. Wir werden genau darauf achten, was nach dem Ausverkauf der Tirol Milch mit dem Standort Lienz und den rund 300 Mitarbeitern der Tirol Milch passiert“, sagt LA Dinkhauser.