Milchkannen

„Die Tirol Milch ist also Geschichte. Die Aufgabe der Eigenständigkeit ist das finale Eingeständnis der jahrelangen Misswirtschaft unter Federführung von Agrarlandesrat und Langzeit ÖVP-Bauernbund-Obmann Anton Steixner. Offenbar verschüttete Milch waren die knapp 23 Millionen Euro an öffentlichen Geldern, die an die Tirol Milch geflossen sind. Nichts geholfen haben auch die indirekten Steuergeld-Zuschüsse über die Landwirtschaftskammer sowie die finanziellen Unterstützungen für den Ausbau der Standorte Wörgl oder Lienz. Das Aus der Tirol Milch trifft tausende Milchbauern, es trifft die 300 Tirol Milch Mitarbeiter und es trifft tausende treue Konsumenten. Es ist ein weiterer Sargnagel in der Agrarpolitik von Steixner“, stellt LA Fritz Dinkhauser klar.

Polit-Funktionäre und Manager haben Schuld NICHT die Bauern!

Für die Liste Fritz – Bürgerforum Tirol ist der Ausverkauf der Tirol Milch eine einzige Bankrotterklärung. Es ist das Ende des vielzitierten Feinkostladen Tirol. Ausgerechnet in einer Zeit, in der gesunde Lebensmittel aus der Region gefragt sind wie noch nie.

„Schuldig sind nicht die Bauern, sie erzeugen gute Lebensmittel und nur die wenigsten von ihnen haben gestern mit stimmen können. Die ÖVP Bauernbund-Funktionäre hatten die Kuh schon vorher nach Oberösterreich verkauft. Schuldig sind einzig die Polit-Funktionäre und Manager, die die Tirol Milch in diese Lage manövriert haben. Sie haben aus einer österreichischen Spezialmarke einen Übernahmekandidaten gemacht“, erklärt LA Dinkhauser.

Tirol Milch LogoZukunft nicht gesichert!

Der Ausverkauf der Tirol Milch und die Aufgabe der Eigenständigkeit wird die Zukunft der heimischen Milchbauern langfristig nicht sichern.

„Diese Entscheidung bringt den Groß-Milch-Bauern vorübergehend etwas Luft, aber sie setzt die kleinen Milch liefernden Bauern noch stärker unter Druck. Ein Beispiel ist, dass künftig alle Bauern – egal, wie viel Milch sie liefern und egal, wie viel sie damit verdienen – künftig eine Abholpauschale in derselben Höhe bezahlen müssen. Kleine Molkereien sind überlebensfähig. Das zeigen zahlreiche private Initiativen, das zeigt die Genossenschaft Milchhof Sterzing und das zeigt auch die Zillertal Milch. Sie zahlt ihren Milchbauern sogar ein etwas höheres Milchgeld als die Tirol Milch. Mit richtigen Managern und richtigen Produkten funktioniert es, auch bei der Tirol Milch“, meint LA Dinkhauser.

Bild: Günter Havlena/pixelio.de