“Alle Jahre wieder gilt das Verkehrsproblem auf der Fernpassroute durch irgendeine Detaillösung – die Umfahrung Heiterwang lässt grüßen – als endgültig gelöst. Bei näherer Betrachtung ändert sich nichts, da nur noch eine Blockabfertigung anfällt. Von einer Lösung für einen Stau von Imst bis Vils gar nicht zu reden. Also reden einige eine große Lösung her – eine Autobahn durch den Bezirk”, stellt Hermann Fasser, Bezirksspitzenkandidat der Liste Fritz – Bürgerforum Tirol fest.

Autobahn durchs Außerfern ist Schnapsidee

“Die Fernpassroute ist bei einem Fernverkehrs- und Transittauglichen Ausbau eine unschlagbar günstige Nord-Süd Verbindung für Unternehmen aus Nord und Westeuropa, von Dänemark, Nord- und Westdeutschland, Benelux oder Frankreich, auf der dann alle LKW-Gewichtsklassen fahren dürfen. Es ist mit dem gleichen Staupotential zu rechnen, das wir heute auf der B179 haben. Eine Autobahn durchs Außerfern und ein neues Luftsanierungsgebiet darf es nicht geben”, erklärt Fasser.

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Lösungsidee für den Lokal- und den Fernverkehr im Außerfern

“Der Fernverkehr Reutte-Lermoos (B179) ist vom Lokalverkehr (Dörferroute) zu trennen, wie dies bereits auf der Strecke Vils bzw. Füssen-Reutte der Fall ist. Nach meiner nun 10jährigen Erfahrung ist Füssen von Reutte aus auch bei Totalstau auf der B179 ganzjährig problemlos erreichbar. Auch Heiterwang ist trotz Stau auf der Umfahrung immer frei befahrbar. Dieses Konzept wäre auch von Reutte nach Lermoos umzusetzen. Dazu wäre parallel zum Eisenbahntunnel (Reutte-Heiterwang) ein Straßentunnel zu errichten und es hätte die Weiterführung oberhalb der Bahnlinie bis zur Einbindung Planseewerke zu erfolgen, um den Katzenberg frei zu bekommen“, erläutert Hermann Fasser seine Idee für eine Verkehrslösung im Außerfern.

Ausbau der Eisenbahn vorantreiben

“Die sicherste, verlässlichste, umwelt- und gesundheitsverträglichste Erreichbarkeit des Inntales und der Landeshauptstadt Innsbruck garantiert die Eisenbahn. Ein zeitgemäßer Ausbau als moderne Eisenbahnstrecke wäre ein echter Zugewinn für die ganze Region Oberland-Außerfern-Allgäu-Werdenfelser Land. Unsere Regionen wären umweltschonend und modern mit den großen Wirtschaftsräumen und touristischen Einzugsgebieten verbunden, die leidgeprüften Menschen im Unterinntal wären entlastet. Die Verkehrsplanung in unserer Region darf nicht nur den touristischen Interessen in anderen Tälern überlassen werden. Für unsere Außerferner Leitbetriebe spielt die herbeigeredete Fernpassautobahn keine Rolle. Ich fordere ein Gesamtkonzept mit einer ergebnisoffenen Debatte unter Abwägung aller Vor- und Nachteile und vor allem der Auswirkungen der verschiedenen Varianten. Die Umwelt und Gesundheitsbelastung wie Feinstaub und Lärm für die Bevölkerung hat hier eine wesentliche Rolle zu spielen”, meint Hermann Fasser.