Blaulicht
„Tilg & Co gehen den Weg von der Gemeinnützigkeit zur Eigennützigkeit. Aus dem Roten Kreuz wird ein totes Kreuz, die Ausschreibung ist der Totenschein für das Tiroler Rettungswesen! Ohne Not liefern ÖVP und SPÖ das bestens funktionierende Rettungswesen ausländischen Konzernen aus, die auf Gewinn ausgerichtet sind. Die ÖVP betreibt Verrat an ihrer Wertehaltung und an den knapp 5000 Freiwilligen, die das Rettungswesen tragen und die Seele des Landes sind. Die Schleppenträger von der SPÖ assistieren bei der mutwilligen Zerschlagung des Rettungswesens. England zeigt, wie die Privatisierung und Kommerzialisierung öffentlicher Dienstleistungen ins Desaster führt. Dort steht die privatisierte Eisenbahn vor dem Bankrott“, sagt LA Fritz Dinkhauser.

NEU zum Thema:
Rotes Kreuz wird totes Kreuz: 6 entscheidende Fragen an Landesrat Tilg

Die Liste Fritz – Bürgerforum Tirol lehnt die Ausschreibung des Rettungswesens ab. Die ÖVP -SPÖ Landesregierung hält aber daran fest. Daher hat die Liste Fritz 6 Fragenkreise an den zuständigen Landesrat Tilg gerichtet. Er muss den Tirolern endlich reinen Wein einschenken:

  • Welche der derzeit 45 Orts- und Bezirksstellen wird LR Tilg schließen?

  • Welche der derzeit 15 Notarztstützpunkte wird LR Tilg streichen?

  • Wie will LR Tilg verhindern, dass das Rettungswesen künftig teurer wird, wenn die Arbeitsleistung der freiwilligen Retter im Wert von rund 18 Millionen Euro jährlich wegfällt?

  • Wie soll – ohne faule Trickserei – in einer europarechtlich konformen Ausschreibung die Freiwilligkeit und der Bestand der Ortsstellen und Notarztstützpunkte gesichert werden?

  • Warum zerstört die ÖVP-SPÖ Landesregierung das bestens funktionierende Rettungswesen, nur um das Millionen-Minus der Landesleitstelle Tirol (ILL) auszubügeln?

  • Wer wird künftig Krisenintervention (KIT), Jugendarbeit, Erste-Hilfe-Ausbildung, Blutspende-Dienst, Katastropheneinsatz etc. leisten?

Ehrlichkeit und Weitblick sind gefragt

„ÖVP Landesrat Tilg soll den Tirolern ehrlich sagen, was auf sie zukommt. Sein Gesetz verlangt, dass binnen 15 Minuten die Rettung da sein muss, das heißt, dass beispielsweise einige der Ortsstellen im Raum Telfs, Seefeld, Innsbruck oder Zirl zugesperrt werden. Genauso stehen die Notarztstützpunkte Telfs, Schönberg, Zillertal und Kramsach vor dem Aus. Mit dem dänischen Konzern Falck steht ein Unternehmen mit rund 14.000 Mitarbeitern, mit 900 Rettungswagen, mit 1 Million Patienten und sogar mit der größten privaten Feuerwehr vor der Tür. Privatisiert die ÖVP-SPÖ Landesregierung also als nächstes die Feuerwehr?“, will LA Bernhard Ernst selbst langjähriger Rettungssanitäter wissen.