Altenpflege

Gut am Papier: Der Strukturplan Pflege 2012-2022

“Eines vorweg, der ´Strukturplan Pflege 2012 bis 2022` geht inhaltlich in die richtige Richtung. Er kommt dem Wunsch der meisten Tiroler nach, daheim statt im Heim alt zu werden. Was die notwendigen Maßnahmen dafür betrifft, weist er den richtigen Weg in einer alternden, aber sich verändernden Gesellschaft, nämlich mehr auf die mobile Pflege und Betreuung zu setzen anstatt jedem Dorf sein Altersheim hinzustellen”, erklärt FRITZ-Klubobfrau Andrea Haselwanter-Schneider.

Große Schwäche: Es fehlt das Geld zur Umsetzung der Maßnahmen

“Die größte Schwäche dieses am Papier richtigen Strukturplanes Pflege ist aber die fehlende Finanzierung der aufgezeigten Maßnahmen. Denn neben dem politischen Willen braucht es vor allem genügend Geld für den Bau entsprechender Einrichtungen zur Kurzzeitpflege, zur Tagesbetreuung und zum betreuten Wohnen sowie genügend Geld für das dafür notwendige Pflege- und Betreuungspersonal. Unter Experten unumstritten ist, dass die mobile Pflege und Betreuung – solange diese daheim möglich ist – um ein Vielfaches günstiger ist als die Pflege und Betreuung älterer Menschen im Heim”, stellt Andrea Haselwanter-Schneider klar.

Stadt Innsbruck kritisiert Landesregierung zu Recht!

Für die Liste Fritz – Bürgerforum Tirol ist die Kritik des zuständigen Sozialstadtrates von Innsbruck und des Chefs der Innsbrucker Soziale Dienste nachvollziehbar und inhaltlich richtig, zumal wir seit Jahren vor genau dieser Entwicklung warnen, nämlich ein gutes Papier wie den “Strukturplan Pflege” auszuarbeiten und zu beschließen, aber die Tiroler Gemeinden dann mit der Umsetzung alleine zu lassen.

Zum Nachlesen:

Liste FRITZ: Schon 2012 Sonderförderprogramm für Gemeinden zum Ausbau der mobilen Pflege beschlossen

Andrea Haselwanter-Schneider zu Besuch in einer Pflegeeinrichtung“Plätze für Kurzzeitpflege und Tagesbetreuung sowie für betreutes Wohnen kosten Geld. Geld, das die Gemeinden nicht haben und die Landesregierung nicht zur Verfügung stellen will. Damit sich das Motto ´Papier ist geduldig` nicht bewahrheitet, haben wir mehrere konkrete Anläufe im Landtag unternommen, um die Umsetzung des am Papier richtigen Strukturplanes Pflege voranzutreiben. Weil wir das Problem des fehlenden Geldes für die Gemeinden kommen gesehen haben, haben wir schon 2012 einen Landtagsantrag eingebracht, um den Gemeinden durch ein Sonderförderprogramm zweckgewidmet für den Ausbau der mobilen Pflege und Betreuung die notwendigen finanziellen Mittel zur Verfügung zu stellen. Leider hat die damalige Landtagsmehrheit von ÖVP und SPÖ dieses Sonderförderprogramm abgelehnt. Und so muss heute der rote Innsbrucker Stadtrat das beklagen, was wir schon 2012 verhindern wollten, nämlich dass der Ausbau der mobilen Pflege, den sich die meisten Tiroler wünschen und der für die Tiroler Gesellschaft auch am günstigsten ist, am fehlenden Geld in den Gemeinden scheitert”, erläutert FRITZ-Klubobfrau Andrea Haselwanter-Schneider.

Im Wortlaut – Landtagsinitiative der Liste FRITZ: