Ein Zug der ÖBB

Aus für Zug-Direktverbindung wegen Geld!

Was bis dato an Argumenten für das von der schwarz-grünen Tiroler Landesregierung geplante Aus für die Zug-Direktverbindung von Lienz nach Innsbruck gekommen ist, sind Halb- und Unwahrheiten.

“Es geht nicht um zu wenige Fahrgäste, es geht nicht um zu lange Fahrzeiten, es geht nicht um übervolle Trassen und es geht schon gar nicht um eine Verbesserung des Öffi-Angebotes für die Osttiroler, sondern es geht schlichtweg ums Geld und wer es verdient! Für ÖBB, Verkehrsverbund und damit für das Land Tirol benützen den Direktzug schlichtweg die Falschen, nämlich mehr Südtiroler als Ost- und Nordtiroler”, erklärt Markus Sint, Bezirkssprecher der Liste Fritz – Bürgerforum Tirol.

Nordtirol bezahlt Direktzug, Land Südtirol kassiert!

“Was die Südtiroler für ihre Fahrtkarten auf der rund 116 Kilometer langen Südtiroler Strecke bezahlen, streift der Südtiroler Verkehrsverbund ein. ÖBB und Verkehrsverbund Tirol kassieren von den Südtiroler Fahrgästen dagegen nur für die vergleichsweise kurze Strecke von 37 Kilometer von Brenner nach Innsbruck. Das heißt, ÖBB, VVT und Land Tirol bezahlen den Direktzug, aber die Südtiroler Verkehrsbetriebe und das Land Südtirol haben Geld und Nutzen”, rechnet Sint vor.

Direktzug: Verhandeln statt einstellen!

Liste Fritz Osttirol-Sprecher Markus Sint“Anstatt diese Ungleichheit in der Europaregion Tirol durch eine anständige Mitfinanzierung seitens des Landes Südtirol wegzuverhandeln oder über den gemeinsamen Landtag politisch Druck zu machen, streicht die Nordtiroler Landesregierung den Direktzug, ein fataler und unentschuldbarer politischer Bauchfleck”, stellt Markus Sint, Bezirkssprecher der Liste Fritz – Bürgerforum Tirol, fest.

Zeit drängt, um Direktzug zu erhalten

Für die Liste Fritz – Bürgerforum Tirol lautet der politische Auftrag an die schwarz-grüne Landesregierung und an alle Parteien in Süd- und Nordtirol, den Direktzug zu erhalten. Die Zeit dafür drängt.

“Wenn dem Land Südtirol die tägliche Beförderung hunderter Südtiroler nur rund 186.000 Euro wert ist, dann ist das ein schlechter Witz! Die Nordtiroler Landesregierung hätte schon längst lauter auf den Tisch hauen müssen und muss es jetzt ganz besonders”, meint Sint.

Nordtiroler Landesregierung muss hart verhandeln!

“Die Verhandlungsposition ist gut, weil das Land Südtirol Mitzahler braucht. Es will mit seinen FLIRT-Züge stündlich bis nach Lienz fahren, um die Haltestelle Vierschach/Helmbahnen gut bedienen zu können. Spielt die Tiroler Politik nicht mit, muss das Land Südtirol viel Geld in die Hand nehmen und die Haltestelle Vierschach entweder zu einem eigenen Bahnhof ausbauen oder auf eigene Kosten die ÖBB-Trasse in Osttirol anmiete”, führt Markus Sint aus.

Osttirol braucht Besserstellung statt Schlechterstellung!

“Die Landesregierung in Innsbruck hat die auch emotionale Bedeutung der Zugdirektverbindung für die Osttiroler noch nicht verstanden. Es geht um eine Infrastruktureinrichtung und um eine Nabelschnur. Osttirol ist ein geografischer Randbezirk, es kämpft mit Arbeitslosigkeit und Abwanderung. Der Bezirk Lienz braucht daher von der Landespolitik nicht nur eine gleiche Behandlung wie andere Bezirke, sondern er braucht eine bessere Behandlung. Auf keinen Fall eine Schlechterstellung, sondern eine Besserstellung!”, ist Markus Sint, Bezirkssprecher der Liste Fritz – Bürgerforum Tirol, überzeugt.

Weitere Infos zum Nachlesen:

So berichten die Medien: