Andrea Haselwanter-Schneider und Markus Sint vor dem Direktzug Lienz-Innsbruck

Direktzug fußt auf Staatsvertrag zwischen Österreich und Italien

Mit 14. Dezember 2013 wird der Direktzug Lienz – Innsbruck bzw. Innsbruck – Lienz zum letzten Mal auf direktem Wege den Bezirk Lienz mit der Landeshauptstadt Innsbruck über Südtirol verbinden. Der Direktzug, früher als Korridorzug durch Südtirol geführt, fußt auf der gesetzlichen Grundlage eines Staatsvertrages zwischen Österreich und Italien.

“Mit einer schriftlichen Anfrage an SPÖ-Verkehrsministerin Doris Bures wollten wir wissen, ob die Republik Österreich den Staatsvertrag gekündigt und somit auf das österreichische Recht zur Durchfahrt verzichtet hat. Die Verkehrsministerin stellt in ihrer Antwort klar, dass der Staatsvertrag nicht gekündigt wurde und weiterhin in Kraft ist. Das Aus für den Direktzug haben einzig und allein die Tiroler ÖVP und ihr Koalitionspartner, die Grünen, zu verantworten”, führen Klubobfrau LA Andrea Haselwanter-Schneider und Bezirkssprecher Markus Sint aus.

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Am Bahnhof Innsbruck

ÖVP und Grüne schalten die Lichter für Direktzug aus!

“Der ehemalige ÖVP-Landesrat Steixner hat die Kündigung des Direktzuges im Mai 2013 eingeleitet, die schwarz-grüne Landesregierung hat diese Kündigung nicht zurückgenommen und bis dato keine konkreten Schritte gesetzt, den Direktzug nach einem Jahr Pause wieder einzuführen. Die Platter-ÖVP samt den Osttiroler ÖVP-Mandataren Kuenz und Mayerl haben keinen Finger für die Osttiroler und für den Erhalt des Direktzuges gerührt. Die grüne Verkehrslandesrätin Ingrid Felipe hat zwar immer wieder angekündigt, den Direktzug mit Fahrplanwechsel 2014 wieder auf Schiene zu bringen, aber dem braucht derzeit niemand Glauben schenken, zumal ÖVP und Grüne eine Garantieerklärung für die Wiedereinführung im Landtag verweigert haben”, erklären Andrea Haselwanter-Schneider und Markus Sint.

Eine Parte für den Korridorzug Lienz-InnsbruckZum Nachlesen:

Öffi-Zugverkehr: In Osttirol gestrichen, in Innsbruck ausgebaut!

Die Liste Fritz – Bürgerforum Tirol hofft, dass die Osttiroler die Ersatzbusse im kommenden Jahr geradezu „stürmen“ und damit der Landesregierung klarmachen, dass sie eine direkte Verbindung brauchen.

“Die Osttiroler müssen jetzt Bus fahren, weil ÖVP und Grüne die eingesparten Direktzug-Kilometer lieber für die Schnellbahn im Großraum Innsbruck einsetzen. Dort wird das Öffi-Zugangebot verbessert, für die Osttiroler wird es gestrichen! Diese Politik der Landesregierung schneidet einen Bezirk, der es ohnehin nicht leicht hat, noch ein Stück mehr ab und entfremdet ihn damit. Einziger Trost bleibt, dass laut Verkehrsministerin die Wiederbestellung durch das Land Tirol aufgrund der gesetzlichen Lage jederzeit möglich ist – vorausgesetzt die ÖVP-Grüne Landesregierung will das auch”, stellen Andrea Haselwanter-Schneider und Markus Sint fest.

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