Mutter Doppelbelastung

„Auch noch so viele bisher gefeierte Muttertage haben nichts verändert. Noch immer herrscht das Motto vor ´Mama mach die Tür zu, ich kann dich nicht arbeiten sehen`. Es braucht eine neue gesellschaftliche Positionierung der Frau und Mutter. Es geht um ihre Wichtigkeit, um die ihr entgegen gebrachte Wertschätzung und Anerkennung. Es gibt nichts was eine Mutter ersetzen kann. Aber vieles was einer Mutter helfen kann. Etwa ein Rechtsanspruch auf Kinderbetreuung. Der Ausbau der kostenlosen, ganztägigen und flexiblen Kinderbetreuung, in der Kinderkrippe und im Kindergarten. Es ist leider immer noch ein Gewaltakt, die männliche Politik zu überzeugen, dass die Rahmenbedingungen zu verbessern sind. Für die Mütter, für die Frauen aber auch für die Väter“, sagt LA Fritz Dinkhauser.

Es gibt nichts was eine Mutter ersetzen kann. Aber vieles was einer Mutter helfen kann.

Noch immer stoßen nur wenige Frauen in Spitzenpositionen vor, einzig in ihrer Rolle als Mutter macht ihnen keiner den Platz streitig. Es ist wenig verwunderlich, dass es immer weniger Bereitschaft vieler junger Frauen gibt, Mutter zu werden und Kinder zu bekommen. Das hängt am Geld, aber vor allem fehlt es an der Aufwertung des Berufes Mutter. Frauen und Mütter brauchen Anerkennung, soziale Absicherung und die Unabhängigkeit vom Mann.

„Im Land der Patriarchen und Pharisäer bezahlen die Mütter einen hohen Preis. Frauen verdienen um 33% weniger als Männer. So haben Männer im Jahr 2007 ein monatliches Bruttoeinkommen von 2.473 Euro inklusive Sonderzahlungen verdient, Frauen dagegen nur durchschnittlich 1.657 Euro bekommen. Frauen arbeiten für den gleichen Lohn um 2 Monate länger. In Tirol sind 75% aller geringfügig Beschäftigten Frauen. Sie spüren das später mit 40% weniger Pension. Kinder erhöhen das Armutsrisiko, besonders betroffen sind Alleinerzieherinnen. Frauen tragen die volle Last der Gesellschaft: Als Kindermädchen, als Hausfrauen, als Pflegehelferinnen. Die Frauen brauchen keinen Muttertag, die Gesellschaft braucht einen Gerechtigkeitstag!“, so LA Fritz Dinkhauser.