Hubschrauber Rettung

„Herr Landesrat Tilg, es herrscht Großalarm! Die Zeit drängt, mit 1. Jänner 2011 müssen die neuen Verträge mit den Tiroler Notärzten in Kraft sein. Ich erwarte mir von ÖVP Landesrat Tilg, dass er sich rasch mit den Vertretern der Notärzte zusammensetzt und sie gemeinsam eine Lösung beschließen”, erklärt Klubobmann LA Bernhard Ernst.

Tirols Notarztversorgung steht auf dem Spiel!

“In Tirol gibt es derzeit 120 Notärzte, die Vertreter von 60 Notärzten haben einen Hilferuf an die Politik gesandt und als konkrete Lösung des Problems so genannte Notärzte-Genossenschaften vorgeschlagen. Solche Notärzte-Genossenschaften könnten das Probleme der nicht mehr tolerierten Anstellung der Notärzte über Werkverträge lösen. Tilg ist gefordert, die Notarztversorgung für die Tiroler Bevölkerung und die hunderttausenden Touristen sicherzustellen! Es grenzt an Fahrlässigkeit, einen Streit ums Geld auszutragen. Viele der Notärzte suchen sich schon andere Jobs und stehen dann nicht mehr zur Verfügung“, warnt LA Bernhard Ernst.

Notärzte an Krankenhäuser zu binden,…

Für die Liste Fritz – Bürgerforum Tirol ist die von ÖVP Landesrat Tilg propagierte Lösung, die Notärzte über die Krankenhäuser anzustellen, nur in Ausnahmefällen machbar.

„Das kann keine generelle Lösung sein. Ein Beispiel: Für einen Notarzt-Posten, der 365 Tage im Jahr, 24 Stunden besetzt ist, braucht es sieben Ärzte. Das heißt, wir reden da von Zusatzkosten von mehr als 500.000 € pro Notarzt-Einheit pro Jahr, die auf ein Krankenhaus zukommen. Dazu sind noch die Kosten für die Teams der Notarzt-Einsatzfahrzeuge und der Hubschrauberflotte zu rechnen“, erläutert LA Ernst.

...kann keine generelle Lösung sein!

Für LA Ernst sprechen darüber hinaus auch noch weitere praktische Gründe gegen die Lösung, Notärzte an Krankenhäusern zu installieren.

„Es ist kaum möglich, dass man im Dienst stehende Notärzte in einem Krankenhaus-Betrieb integriert. Die meisten Notärzte sind Anästhesisten, sie haben Operationen nach einem genauem Dienstplan zu betreuen. Sie sind also den ganzen Tag über fix eingeteilt. Es wird damit kaum möglich sein, sie für einen plötzlichen Notarzteinsatz abzuziehen. Das heißt also, wenn man Notärzte am Krankenhaus anstellen will, muss man wissen, dass man dort ein auf Abruf bereitstehendes Personal hat. Das wiederum kostet zusätzliches Geld!“, führt LA Ernst weiter aus.