Fließbandarbeit

„Ich warne vor verfrühtem Jubel. Die echte Arbeitslosigkeit ist eine andere als die jetzt verkündete. Tausende Tirolerinnen und Tiroler stecken in Schulungen, tausende in Kurzarbeit außerdem scheinen sehr viele in der Statistik gar nicht auf“, erklärt LA Fritz Dinkhauser.

Wer aus der Arbeitslosen-Statistik fällt…

Tatsächlich führt die Statistik Arbeitslose im Krankenstand, Menschen mit Bezugssperre oder Menschen, die Arbeit suchen, aber keinen Anspruch auf Arbeitslosengeld haben, wie Schulabbrecher oder Hausfrauen nicht an.

“Die Dunkelziffer an Menschen ohne Arbeit ist leider auch in Tirol weit höher. Natürlich freut es uns alle, wenn die Arbeitslosigkeit tatsächlich zurück geht, wenn sie aber nur aufgrund schöner Statistiken zurückgeht, belügen wir uns selbst. Zudem besteht die Gefahr, dass wir die Schicksale dieser Menschen ohne Arbeit und Einkommen vergessen“, sstelt LA Dinkhauser klar.

Liste FRITZ: Arbeitslosigkeit verwalten ist zu wenig!

  • Arbeitslosigkeit kostet viel Geld, etwa zwischen 1.400 und 2.200 Euro pro Person.
  • Dabei beträgt das Arbeitslosengeld im Durchschnitt nur 833 Euro für Männer und 690 € für Frauen.
  • Arbeitslosengeld gibt es höchstens 52 Wochen, danach bleibt die Notstandshilfe mit durchschnittlich 642 Euro für Männer und 513 Euro für Frauen.
  • Das teuerste für Tirol und Österreich ist es also Menschen in Arbeitslosigkeit zu lassen.

Brückenarbeitsplätze geben Hoffnung und Perspektive!

„Natürlich verurteile ich nicht grundsätzlich Schulungen, aber der x-te ´Wie bewerbe ich mich richtig-Kurs` bringt den Menschen ohne Arbeit nichts. Sie brauchen eine gezielte Ausbildung, die ihnen auch wirklich Perspektiven bietet. Was jetzt stattfinden muss, ist Brückenbildung. Das Land und der Staat muss mit seinen Instrumenten, Brücken bauen”, verlangt LA Dinkhauser.

Arbeitskräfte ab 2015 dringend gebraucht!

“Experten sagen uns für die Jahre ab 2015 dringenden Arbeitskräfte-Bedarf voraus, vor allem in den technisch und naturwissenschaftlichen Bereichen. Daher muss die Landespolitik jetzt Zukunftsperspektiven erarbeiten, wir müssen Hoffnung schaffen für die Zukunft. Kein Tiroler darf ohne Schul- und Berufsabschluss sein. Wir dürfen es nicht einfach hinnehmen, dass jedes Jahr 1.000 junge Menschen am Schul- und Berufsabschluss scheitern“, plädiert LA Dinkhauser für einen Kraftakt.

TIROL ANLEIHE bringt Geld für Gemeinden!

Landesnahe und landeseigene Betriebe, aber auch Gemeinden und öffentliche Einrichtungen des Bundes könnten Brückenarbeitsplätze zur Verfügung stellen. Geld dafür könnte laut LA Fritz Dinkhauser auch über die TIROL ANLEIHE, eine Idee der Liste Fritz – Bürgerforum Tirol (anklicken & lesen), hereinkommen. Das Geld der Bürger wird dabei – attraktiv verzinst und mit Landeshaftung abgesichert – über ausgewählte Banken direkt an die Gemeinden gegeben, die damit Projekte umsetzen können. Von denen wiederum besonders die Wirtschaftsbetriebe vor Ort profitieren. Deutsche Kommunen zeigen, dass dieses Modell funktioniert.