Außenansicht der UMIT in Hall

Maulkorb für Dr. Staudinger!

Die Arbeitsgruppe UMIT ist heute zu ihrer zweiten Sitzung zusammengetroffen. Zur Überraschung der Teilnehmer durfte sich der eingeladene, ehemalige Leiter des Departements Gesundheitswissenschaften, Dr. Roland Staudinger, auf Geheiß der UMIT nicht äußern.

„Staudinger hat dem Gremium erklärt, dass ihn die Rektorin der UMIT heute zur Verschwiegenheit verpflichtet hat. Das ist eine grobe Brüskierung und Verhöhnung des Landtages. Die Arbeitsgruppe UMIT hat schließlich der Sonderlandtag eingesetzt, um die Verantwortung zu klären und um einen erfolgreichen Neustart an der Landesuniversität UMIT zu ermöglichen. Wenn ÖVP und SPÖ bzw. die zuständige ÖVP Landesrätin Zoller-Frischauf ihn als zentralen Auskunftsgeber für die Arbeitsgruppe nicht von seiner Verschwiegenheit entbinden, dann ist das eine Missachtung des Gremiums. Außerdem stellt sich die Frage, was ÖVP und SPÖ im Zusammenhang mit der Aberkennung des Doktoratsstudiums Gesundheitswissenschaften zu verbergen haben. Es kann nur um ihre Verantwortung gehen“, erklärt Klubobmann LA Bernhard Ernst, der selbst Mitglied der Arbeitsgruppe UMIT ist.

Wollen ÖVP und SPÖ erfolgreiche Zukunft für die UMIT?

Angesichts solcher Vorfälle stellt sich für die Liste Fritz – Bürgerforum Tirol die Frage, wie sehr der ÖVP-SPÖ Landesregierung eine umfassende Aufarbeitung der Vorfälle an der UMIT ein Anliegen ist.
„Ein Maulkorberlass für eine zentrale Auskunftsperson ist nicht zu akzeptieren. ÖVP und SPÖ haben ihre Verantwortung nicht wahrgenommen und sind ihrer Sorgfaltspflicht gegenüber der UMIT, die zu 100% im Landesbesitz steht, nicht nachgekommen. Dadurch ist den Studierenden, den Mitarbeitern und dem Wissenschaftsstandort Tirol ein Schaden entstanden. ÖVP Landesrat Tilg ist als ehemaliger Rektor der UMIT und Wissenschaftslandesrat gleich in doppelter Verantwortung gestanden. So wird es schwer für das Landesunternehmen UMIT eine Neuausrichtung auf die Beine zu stellen“, meint Klubobmann LA Ernst.
Dr. Roland Staudinger sowie die zuständige ÖVP Landesrätin Zoller-Frischauf werden zur nächsten Sitzung der Arbeitsgruppe UMIT wieder eingeladen.