Unfalleinsatz

Der Brief im Wortlaut:

Bürgermeister für Rettungswesen laut Verfassung zuständig

„Jeder Bürgermeister und jeder Gemeinderat muss wissen, dass er laut Verfassung (BVG, Artikel 118, Abs. 3, Punkt 7) für das Rettungswesen zuständig ist. Mit dem neuen Rettungsgesetz und der Ausschreibung dazu plant die ÖVP-SPÖ Landesregierung aber einen Anschlag auf die Orts- und Bezirksstellen, sodass deren Zukunft ungewiss ist. Überhaupt stellt die Landesregierung das Rettungswesen mit der Säule der freiwilligen Mitarbeiter in Frage. Daher appelliere ich mit dem Brief an die Bürgermeister und Gemeinderäte, im Gemeinderat entsprechende Beschlüsse zum Erhalt des bestens funktionierenden Rettungswesens zu fassen“, erklärt LA Bernhard Ernst.

Die betroffenen Bürger in den betroffenen Regionen:

  • In der Region Imst, Landeck und Reutte sind die Bürger aller Gemeinden, insbesondere aber die freiwilligen Rettungssanitäter in den Gemeinden Imst, Rietz, Mötz, Nassereith, Längenfeld, Obergurgl, Sölden, St. Leonhard im Pitztal, Landeck, Ischgl, Nauders, St. Anton, Reutte, Ehrwald, Elbigenalp und Tannheim betroffen.
  • Im Bezirk Innsbruck-Land sind die Bürger aller Gemeinden, insbesondere aber die freiwilligen Rettungssanitäter in den Gemeinden Steinach am Brenner, Telfs, Grinzens, Fulpmes, Seefeld, Zirl, Hall und Wattens betroffen.
  • In der Region Schwaz, Kufstein und Kitzbühel sind die Bürger aller Gemeinden, insbesondere aber die freiwilligen Rettungssanitäter in den Gemeinden Schwaz, Gerlos, Kaltenbach, Tux, Mayerhofen, Maurach, Kufstein, Söll, Wörgl, Kramsach, Kitzbühel, Fieberbrunn, Kirchberg, Kössen, St. Johann, Hopfgarten im Brixental und Brixen im Thale betroffen.
  • Im Bezirk Lienz sind die Bürger aller Gemeinden, insbesondere aber die freiwilligen Rettungssanitäter in der Stadt Lienz sowie in den Gemeinden Matrei, St. Jakob und Sillian betroffen.

Landesregierung ist gescheitert: Rettungswesen wird nicht günstiger, sondern teurer!

„Den Bürgermeistern hat die Landesregierung versprochen, dass sie das Rettungswesen mit dem neuen Rettungsgesetz samt Ausschreibung günstiger macht. Im Gegenteil, es wird teurer. Bisher haben die Steuerzahler jedes Jahr rund 28 Millionen Euro für das Rettungswesen ausgegeben. Jetzt ist durchgesickert, dass das günstigste Angebot an das Land Tirol bei 29,9 Millionen Euro liegt, allerdings ohne die Notarztversorgung. Für die liegt das Angebot bei zusätzlichen rund 6 Millionen Euro. Die Landesregierung tauscht ein Monopol gegen das andere aus. Ob der neue Monopolist aus Tirol, Dänemark oder Deutschland kommt, wenn er in einigen Jahren mit den Kosten nicht mehr klar kommt, sind Platter, Tilg und Co. nicht mehr da, die Gemeinden aber müssen dann die volle finanzielle Last tragen“, sagt LA Bernhard Ernst.

Neuausschreibung beweist Desaster!

Die Liste Fritz – Bürgerforum Tirol setzt sich für einen Stopp der Ausschreibung und eine Novelle des Rettungsgesetzes nach dem Vorbild Vorarlberg ein. Dort sind die heimischen Rettungsorganisationen und der Dienst der Ehrenamtlichen im Gesetz verankert.