Rettungshubschrauber
„Eine wesentliche Säule des Tiroler Rettungssystems ist die Versorgung von verunfallten Menschen mit Rettungshubschraubern als fliegende Intensivstationen. Täglich retten die hochqualifizierten Teams in den Hubschraubern Leben. Bis heute leisten die Christophorus-Flotte sowie die fliegenden privaten Retter in Ergänzung zum bodengebundenen Notarztsystem die wichtigste Arbeit in der Notarztversorgung. Verunfallte Menschen werden so innerhalb weniger Minuten durch qualifizierte Notärzte versorgt. Dieses Hubschrauber Rettungssystem ist zwar teuer, die Lösung ist aber nicht eine radikale Beschneidung, sondern das Einführen einer Freizeitversicherung um das System zu finanzieren!“, schlägt Klubobmann LA Bernhard Ernst vor.

Studie fordert: Nur mehr 3 statt 15 Hubschrauber in Tirol!

Eine Studie des bayerischen Instituts für Notfallmedizin und Medizinmanagement (INM) der Tiroler Gebietskrankenkasse (zusammen mit den österreichischen Krankenkassen) stellt dieses System massiv in Frage. Zentrale Aussage: Das Aus für viele Hubschrauber Stützpunkte. In Tirol sollen künftig 3 statt wie bisher 15 Hubschrauber genügen!

„Das ist ein radikaler Anschlag auf unser System. Es zeigt sich, dass irgendwelche ausländischen Institute die ganz spezielle Tiroler Situation nicht verstehen. Bei uns herrschen andere Zustände, etwa was das Wetter betrifft, es braucht gute Ortskenntnisse für entlegene Täler oder darüber, wo die jeweiligen Seilbahnen ein Hindernis darstellen. Das Vermessen eines Landes mit dem Zirkel am grünen Tisch funktioniert in der Praxis nicht!“, so LA Ernst.

Laut Studie soll es nur mehr drei Stützpunkte in Innsbruck, Zams und Osttirol geben. Das gesamte Unterland mit dem Großraum Kitzbühel würde nur mehr aus Mittersill angeflogen. Dieser Stützpunkt wäre auch für das halbe Salzburger Land zuständig.

Tiroler Unterland mit Großraum Kitzbühel ohne eigenen Hubschrauber!

„Wir können über die Anzahl der Hubschrauber in Tirol reden. Es lassen sich einige einsparen, aber es genügen sicher nicht drei. Es braucht im Sommer etwa sechs und im Winter deutlich mehr. Drei Hubschrauber in Tirol für 700.000 Einwohner und rund 42 Millionen Gäste-Nächtigungen sind ein schlechter Witz! Ist das der nächste Akt bei der Zerschlagung des Tiroler Rettungswesens, Herr ÖVP Landesrat Tilg? Zuerst gefährdet er das bestens funktionierende System der freiwilligen Mitarbeiter im Rettungswesen, dann streicht er Ortsstellen und Notarztstützpunkte. Landesrat Tilg soll sagen, ob er die Gesundheitsversorgung aus der Luft für die Tiroler sowie die tausenden Gäste aus dem Ausland amputieren will“, meint LA Ernst.