Gespräch mit Vertretern aller Parteien zum Direktzug Lienz-Innsbruck

Zwei Stunden lang haben die Vertreter der Oppositionsparteien und der Regierungsparteien heute Nachmittag ihre Meinungen und Vorstellungen zum Erhalt des Direktzuges zwischen Lienz und Innsbruck in überwiegend sachlicher Atmosphäre ausgetauscht.

Opposition: Direktzug hat Vorrang!

“In der entscheidenden und wesentlichen Frage, welche Verbindung zwischen Lienz und Innsbruck Vorrang haben soll, hat es heute keine Übereinstimmung gegeben. Für uns als Oppositionsparteien ist klar, dass der Direktzug weiterfahren muss. Wenn das sichergestellt ist, können wir natürlich auch über einen Stundentakt von Lienz nach Franzensfeste verhandeln. Für die zuständige Landesrätin und die ÖVP hat allerdings der Stundentakt zwischen Lienz und Franzensfeste samt Umsteigen dort und Weiterfahrt nach Innsbruck Vorrang vor dem Direktzug”, erklären LA Elisabeth Blanik von der SPÖ, LA Josef Schett von Vorwärts, Klubobmann LA Gerald Hauser von der FPÖ und Liste FRITZ-Bezirkssprecher Markus Sint im Anschluss an die Gesprächsrunde.

Bericht der Kleinen Zeitung zum Direktzug Lienz-InnsbruckZum Nachlesen:

Felipe: Werde Angebot für Direktzug einholen!

“Der mit 7.470 Unterschriften breit unterstützte Wunsch der Bevölkerung, den Direktzug weiterzufahren, ist für uns nicht verhandelbar! Erfreulich ist für uns aber die Zusage von Landesrätin Ingrid Felipe, dass sie ein Angebot einholen wird, was die Weiterführung des Direktzuges kosten wird”, berichten die Oppositionsverterter.

Direktzug: Neuverhandlungen mit Südtirol notwendig!

Zum Erhalt des Direktzuges wollen die Oppositionsparteien, SPÖ, Vorwärts, FPÖ und Liste Fritz – Bürgerforum Tirol,  zusammen mit Landesrätin Ingrid Felipe von den Grünen Neuverhandlungen mit dem Land Südtirol führen, was eine angemessene Mitfinanzierung durch das Land Südtirol anbelangt.

“Bisher hat das Land Südtirol 168.000 Euro pro Jahr für den Direktzug mitbezahlt und allein aus Fahrgeldeinnahmen 200.000 Euro pro Jahr verdient. Während der Direktzug südlich des Brenners also ein Geschäft gewesen ist, haben die Tiroler Steuerzahler die Kosten gehabt”, stellen die Oppositions-Vertreter fest.

Direktzug als gemeinsames Tiroler Projekt: Hart und fair mit Südtirol verhandeln!

“Das Miserable Verhandlungsergebnis der vergangenen Jahre ist weniger die Schuld der Südtiroler Politik als dem fehlenden Verhandlungsgeschick des ehemals zuständigen ÖVP-Landesrates anzukreiden. Wir wollen am 10. September bei der nächsten Verhandlungsrunde mit dem Südtiroler Verkehrslandesrat Widmann in Bozen daher harte, aber faire Verhandlungen auf Augenhöhe führen. Kein Partner soll bei diesem gemeinsamen Tiroler Projekt über den Tisch gezogen werden. Wenn die Ost-, Süd- und Nordtiroler den Direktzug wollen, dann ist der Direktzug zu erhalten!”, stellen Blanik, Schett, Hauser und Sint gemeinsam klar.

Zum Nachlesen: