Platter Tunnel

Die ÖVP-SPÖ Landesregierung unter Landeshauptmann Platter hat 190 Millionen € Tiroler Steuergeld in den Brennerbasistunnel (BBT) gesteckt.

Der Eisenbahntunnel löst aber das Transitproblem nicht!

Drei Argumente, die gegen den BBT sprechen:

  1. Es gibt keine europarechtlich verbindliche Verlagerungsgarantie: Wenn der Eisenbahntunnel dereinst (geplant 2026) fertig sein sollte, ist nicht garantiert, dass die LKW auch wirklich Huckepack auf der Schiene fahren anstatt – wie derzeit – viel billiger auf der Straße. Schon derzeit wäre auf der Schiene genügend Platz, aber die LKW rollen auf der Straße durchs Land…
  2. Der Bau der Zulaufstrecken in Italien und Deutschland ist überhaupt nicht gesichert: es fehlen Pläne, Verhandlungen, Beschlüsse und die Finanzierung
  3. Die Finanzierung wackelt: Sowohl Österreich als auch Italien sind hoch verschuldet und kämpfen mit den Folgen der Wirtschafts- und Finanzkrise. Im Zuge des Sparpaktes haben SPÖ und ÖVP beschlossen zwischen 2012-2016 rund 450 Mio. € weniger zu investieren. Die ÖBB als Bauherr des BBT haben außerdem Milliarden-Schulden. Die EU finanziert nur einen Bruchteil mit, die finanzielle Hauptlast müssen Italien und Österreich tragen…

Einen weiteren ganz abstrusen Punkt führt ein Artikel in der Presse ins Treffen – Zitat:

„Der Brenner-Vertrag sieht ganz so aus, als würden eventuelle Gewinne auf die italienische und eventuelle Verluste auf die österreichische Seite des Alpenpasses rollen.“

Zum Weiterlesen: „Tunnelpläne: Schwarze Löcher, rote Zahlen“, Die Presse, 22. März 2012