Mega-Zusammenschluss Pitztal-Ötztal bringt mehr Seilbahnen, mehr Pistenflächen, mehr Verkehr!

Liste Fritz warnt vor noch mehr Verkehr auf den Zubringerstrecken bei Mega-Zusammenschluss Pitztal-Ötztal

Griff nach dem Gletscher: Noch mehr Pistenflächen im Pitztal und Ötztal!

"Der Zusammenschluss von Pitztaler und Ötztaler Schigebiet startet ins Behördenverfahren und ab morgen haben alle Beteiligten Gelegenheit, ihre Bedenken und Sorgen zum Projekt vorzubringen. So sieht das ein Rechtsstaat vor. Fest steht, dass es um ein neues Mega-Schigebiet in Tirol geht, das da entstehen soll. Im Pitztaler und Ötztaler Gletscherschigebiet gibt es dann 50 Anlagen, es gibt 6,4 Millionen Quadratmeter Pistenfläche. Die Projektbetreiber wollen durch den Zusammenschluss eine gewaltige Erweiterung um noch einmal 640.000 Quadratmeter Pistenfläche", erklärt Liste Fritz-Landtagsabgeordneter Markus Sint. 

Sensible Gletscherlandschaft in Gefahr!

"Sie wollen zusätzliche Anlagen mitten in die Gletscherlandschaft hineinstellen, sie wollen einen 614 Meter langen Schitunnel in den Fels sprengen und bohren, eine zusätzliche 4.000 Meter lange Zubringer-Seilbahn vom Pitztal in die noch unberührte Gletscherlandschaft bauen, einen Speicherteich graben und ein riesiges Schizentrum in der Gletscherlandschaft auf 2.662 Metern Höhe errichten. Wir lehnen diese Attacke auf die sensible Gletscherlandschaft ab, genug ist genug, es reicht!", stellt Liste Fritz-Landtagsabgeordneter Markus Sint klar.

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Die geplante Schigebietserweiterung und Zusammenschluss (Foto: Pitztal Gletscher/Ötztal)

Noch mehr Seilbahnen und noch mehr Pistenflächen bringen noch mehr Verkehr!?

MS Portraet 8Die Liste Fritz warnt besonders vor einer Zunahme des Verkehrs im Außerfern, im vorderen Ötztal und im vorderen Pitztal.

"Dieses neue Mega-Schigebiet soll natürlich wirtschaftlich erfolgreich sein, dafür werden mehr Seilbahnen, mehr Pistenflächen und mehr Pistenkilometer in den Gletscher gesprengt und gebaut. Ein Mega-Gletscherschigebiet, für noch mehr Kunden an noch mehr Tagen im Jahr. Noch mehr Seilbahnen und noch mehr Pisten, bringen noch mehr Verkehr! Denn jeder Gast, der ins Pitztal und Ötztal will, fährt durch das Außerfern, das heute schon Wochenende für Wochenende völlig überlastet ist. Jeder Gast, der ins Pitztal und Ötztal will, muss durch das vordere Ötztal und durch das vordere Pitztal. Die Bürger in diesen Orten und entlang dieser Verkehrsstrecken bekommen noch mehr Verkehr, noch mehr Stau, noch mehr Lärm und noch mehr Dreck ab, aber was bleibt für sie? Einige Wenige betreiben die totale Gewinnmaximierung auf Kosten der anderen Vielen", lässt Liste Fritz-Landtagsabgeordneter Markus Sint wissen. 

Platter und Co. sind für Grenzen zuständig!

"Die schwarz-grüne Platter-Regierung muss sich bekennen, ob sie diese Auswüchse des Tourismus eindämmen oder weiter befeuern will. Es ist widersinnig, im vorderen Ötztal eine Schigebietserweiterung Kühtai-Hochoetz zu stoppen, um dann im hinteren Ötztal ein neues Mega-Schigebiet Pitztal-Ötztal am Gletscher zu errichten. Den 12 Millionen Gästen, die jährlich nach Tirol kommen, rund 90% davon übrigens mit dem eigenen PKW, fehlt es nicht an genügend Seilbahnen, nicht an genügend Pistenkilometern und nicht an genügend Betten in allen erdenklichen Kategorien und mit allem erdenklichen Begleit-Schnick-Schnack. Immer mehr, immer weiter, immer höher hinauf kann nicht das Motto im Tiroler Tourismus sein, wenn einzelne Touristiker und Seilbahner das nicht selbst einsehen, dann muss eben die Politik die notwendigen Grenzen ziehen", lehnt Liste Fritz-Landtagsabgeordneter Markus Sint ein neues Mega-Gletscherschigebiet ab.

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