Tiroler Opposition: Volle Aufklärung zu Aus für Krankenhaus Natters und Spitalsreform!

SPÖ, FPÖ, Liste Fritz und NEOS verlangen mit Dringlicher Anfrage öffentliche Debatte im Landtag

Liste Fritz-Klubobfrau Dr. Andrea Haselwanter-Schneider:

andrea haselwanter schneider landtag2018"Die geplante Schließung des Landeskrankenhauses in Natters war ein Kommunikationsdesaster, das der zuständige ÖVP-Landesrat Tilg zu verantworten hat. Landesrat Tilg ist mittlerweile seit 11 Jahren für die Gesundheitspolitik in diesem Land zuständig und schafft es einmal mehr nicht, alle betroffenen Menschen und Institutionen über seine geplanten Schritte zu informieren. Damit schürt er die totale Verunsicherung bei Patienten, Mitarbeitern und der Bevölkerung. Am Landtag und allen Betroffenen vorbei, verkündet Landesrat Tilg über die Medien was Sache ist. Herr Tilg, das ist nicht Ihr Krankenhaus, mit dem Sie tun und lassen können, was Sie wollen. Wenn Landesrat Tilg sagt, dass die Patientenversorgung durch das Zusperren von Natters verbessert wird, ist das ein Hohn gegenüber allen Patienten. Mit uns wird es keine Verschlechterung der Patientenversorgung geben, auch kein Zusperren eines Krankenhauses, schon gar nicht ohne Konzept. Wir erwarten uns, dass der „Planlos-Landesrat Tilg“ dem Landtag ein Konzept vorlegt und sich einer öffentlichen Diskussion über die medial verkündete Spitalsreform stellt. Deshalb bringen wir gemeinsam mit SPÖ, FPÖ und NEOS eine Dringliche Anfrage in den März-Landtag und geben Tilg damit die Chance, seine Pläne einer breiten Öffentlichkeit zu präsentieren. Wir sagen Schluss mit der Hinterzimmerpolitik, alle Fakten auf den Tisch und eine breite Diskussion über die Krankenhausschließung Natters und die Spitalsreform. Das haben sich Patienten, Mitarbeiter und die Bevölkerung verdient", erklärt Liste Fritz-Klubobfrau Andrea Haselwanter-Schneider.

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Dr. Georg Dornauer, Vorsitzender der neuen SPÖ Tirol:

"Der Auftritt von LR Tilg auf der Betriebsversammlung in Natters am Mittwoch hat alle Fragen offen gelassen. Nach zahlreichen Gesprächen mit den Betroffenen und der Gemeindeführung ist klar: Die neue SPÖ Tirol lehnt eine Schließung ab. Außerdem geht es in der Sache auch um die zunehmende Ausdünnung des ländlichen Raumes: Die Ökonomisierung des Gesundheitssystems hält auch in Tirol Einzug. Schwarz-Grün trägt geflissentlich mit, was Schwarz-Blau im Bund ins Rollen gebracht haben: Wirtschaft und Wirtschaftlichkeit entscheiden, sonst nichts! Dem ländlichen Raum gehen gute Arbeitsplätze, Wertschöpfung, tolle Einrichtungen und viele großartige Beschäftigte verloren. Die Perle Landeskrankenhaus Natters muss erhalten bleiben", hält Dr. Georg Dornauer, Vorsitzender der neuen SPÖ Tirol, fest.

FPÖ-Tirol Landesparteiobmann Klubobmann Mag. Markus Abwerzger:

"Das Krankenhaus Natters ist das größte Zentrum für Lungenheilkunde in ganz Westösterreich (inkl. Oberösterreich), es hat einen hervorragenden überregionalen Ruf, daher darf Natters nicht geschlossen werden, oder sollen die lungenerkrankten Patientinnen und Patienten zukünftig im Südring ihre Erholungsspaziergänge machen, wenn die Abteilung nach Innsbruck übersiedelt wird? Die bisherigen bekannten Eckpunkte der Spitalsreform scheinen sich zu einem gesundheitspolitischen Pulverfass heraus zu kristallisieren. Die schwarz-grüne Landesregierung scheint anscheinend die funktionierende Gesundheitsversorgung in Tirol zu gefährden, daher müssen wir nun alles unternehmen, dass dies nicht eintritt. Technokratische Planungen am Schreibbrett helfen der Bevölkerung nicht, wie es scheint, werden weder die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Spitäler im Vorfeld informiert, noch die Patientinnen und Patienten oder deren Angehörige. Ein derartiges Kommunikationsdebakel hat es schon lange nicht mehr gegeben, daher werden wir auch – gemeinsam mit den anderen Oppositionsparteien - Gesundheitslandesrat Dr. Bernhard Tilg im kommenden Landtag zur Rede stellen."

NEOS-Tirol Klubobmann Dominik Oberhofer:

Die Tiroler NEOS unterstützen die Dringliche Anfrage, die von der Liste Fritz initiiert wurde, weil es absolut fahrlässig ist so eine Entscheidung ohne transparenten und partizipativen Prozess bekannt zu geben. Klubobmann Dominik Oberhofer bedauere dies deshalb so sehr, „weil ich der Überzeugung bin, dass Landesrat Tilg für diese Schließung eigentlich sehr gute Argumente hätte. Nachdem er die Bevölkerung die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wie auch uns Oppositionsparteien jedoch lapidar über die Presse informiert hat, hat er dieses Projekt sofort torpediert.“
So blauäugig könne die schwarz-grüne Regierung gar nicht sein, dass sie nicht hätte wissen müssen, dass diese Schließung unpopulär ist und deshalb zu ganz großer Verunsicherung führt. „Wir wollen im kommenden Landtag Konzepte und antworten in dieser Causa sehen“, so Oberhofer abschließend.

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