Verjährungsverzicht für Opfer von Martinsbühel und Scharnitz endlich umsetzen!

Liste Fritz bringt im März-Landtag einen Dringlichkeitsantrag auf Verjährungsverzicht ein

Zu viele Grausamkeiten sind in Tiroler Kinderheime passiert!

"Wir als Liste Fritz beschäftigen uns seit Jahren mit den schrecklichen Missbrauchsfällen in den Tiroler Kinderheimen. Bis in die frühen 90er-Jahre waren Missstände wie Zwangsarbeit und Züchtigung in zahlreichen Kinderheimen an der Tagesordnung. Die dort untergebrachten Kinder sind gefoltert, ausgebeutet, geschunden, misshandelt und menschlich gebrochen worden. Zusätzlich zu den schweren Misshandlungen, wurden die Kinder auch um eine angemessene Ausbildung gebracht. Viele dieser ehemaligen Heimkinder haben ihr ganzes Leben mit den Misshandlungen zu kämpfen gehabt und konnten keinen Beruf ausüben. Heute leben viele in Armut, brauchen aber regelmäßig Therapien und teure medizinische Hilfsmittel", lassen Liste Fritz-Landtagsabgeordneten Andrea Haselwanter-Schneider und Markus Sint wissen. 

Tiroler Heimopfer wurden doppelt bestraft!

"Bereits im Jahr 2014 haben wir als Liste Fritz unter Federführung von Andreas Brugger einen Antrag auf Verjährungsverzicht in den Tiroler Landtag gebracht. Aufgrund der damals bereits vorliegenden umfassenden Schilderungen von Betroffenen, ist es für uns eigentlich außer Frage gestanden, dass man diesen Opfern einen Verjährungsverzicht zugesteht und ihnen damit ermöglicht eine gerichtliche Aufarbeitung anzustreben. ÖVP und Grüne haben das anders gesehen und unseren Antrag abgeändert und eine zahnlose Absichtserklärung daraus gemacht. Diese Menschen sind doppelt bestraft worden, damals in den Heimen und heute wenn ihnen das Land Tirol eine ordentliche Entschädigung verwehrt. Was in den Kinderheimen passiert ist, ist eine Schande für das Land Tirol und die Kirche. Wir wollen ein kleines Stück Wiedergutmachung möglich machen und fordern von allen Parteien ein klares Bekenntnis zum Verjährungsverzicht ein", erklären Liste Fritz-Klubobfrau Andrea Haselwanter-Schneider und Liste Fritz-Landtagsabgeordneter Markus Sint.

Viele Fakten liegen auf dem Tisch. Diese Menschen sind Opfer von Verbrechen geworden und sollen auch zu ihrem Recht kommen. Die Liste Fritz will endlich Nägel mit Köpfen machen und bringt einen Dringlichkeitsantrag auf Verjährungsverzicht in den März Landtag.

Zum Nachlesen:

Der Dringlichkeitsantrag auf Verjährungsverzicht des Landes Tirol gegenüber den Kinderheim-Opfern, vom 21. März 2019

Verjährungsverzicht als ersten wichtigen Schritt!

haselwanter schneider sint doppel 2018"Die Einsetzung einer Untersuchungskommission ist das eine, der Verjährungsverzicht ist das andere. Die Missbrauchsfälle in Martinsbühel, Scharnitz und anderen Tiroler Kinderheimen ordentlich aufzuarbeiten und zu dokumentieren ist selbstverständlich notwendig und wichtig. Der noch wichtigere Schritt für bisher bekannte Opfer und auch bisher nicht bekannte Opfer ist es allerdings, ihr Recht einklagen zu können und das geht nur mit einem klaren Bekenntnis zum Verjährungsverzicht. JA, wir wollen Aufklärung. JA, wir bekennen uns zu unserer Verantwortung. JA, wir verzichten auf den Einwand der Verjährung. Von ÖVP und Grünen fordern wir klare Ansagen und eine Entscheidung ohne Wenn und Aber. Es ist bewiesen und dokumentiert, dass diese grauenvollen Taten passiert sind. Es geht nicht um Schuldzuweisungen, die Schuldfrage muss ein Gericht klären. Es geht darum, den Menschen Vertrauen zurückzugeben. Vertrauen in den Rechtsstaat und in die Politik", halten die Liste Fritz-Landtagsabgeordneten Andrea Haselwanter-Schneider und Markus Sint fest.

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