Bedarf erheben – Kinder und ältere Menschen mit Behinderung bedarfsgerecht unterbringen!

Für Liste Fritz ist es ein Trauerspiel, dass die letzte Bedarfsplanung für Betreuungsplätze aus dem Jahr 1996 stammt

Ein Fall brachte mehr Geschichten zum Vorschein!

andrea haselwanter schneider landtag2018 2"Der Fall einer alleinerziehenden Mutter, die seit Jahren um einen Unterbringungsplatz für ihre schwer an Autismus erkrankte Tochter kämpft, war kein Einzelfall. Nach und nach haben sich immer mehr Familien an mich gewandt, deren Suche nach einem Wohn- bzw. Pflegeplatz für ihre behinderten Kinder bislang ebenfalls vergebens war. Mittlerweile weiß ich von sechs ähnlich gelagerten Fällen. In allen Fällen geht es um Kinder, die ein sehr individuelles Pflegeangebot brauchen würden. In ganz Tirol gibt es derzeit keine Möglichkeit, diese Kinder unterzubringen. Das Elisabethinum in Axams hat sich prinzipiell dazu bereit erklärt solche Plätze zu schaffen, bräuchte allerdings mehr Personal und damit einhergehend auch zusätzliche finanzielle Mittel. Die zuständige Landesrätin Fischer weiß seit geraumer Zeit von diesen Fällen, bewegt sich aber keinen Millimeter, um den betroffenen Menschen zu helfen", zeigt Liste Fritz-Klubobfrau Andrea Haselwanter-Schneider auf.

Die Pflege muss sich auch nach dem Bedarf der Menschen richten!

"Neben den behinderten Kindern und Jugendlichen gibt es noch zwei weitere Gruppen, denen ein bedarfsgerechtes und den jeweiligen Situationen entsprechendes Angebot fehlt. Zum einen fehlen geeignete Unterbringungsplätze für ältere Menschen mit Behinderung, da diese Menschen eine ganz andere Betreuung brauchen, als ältere Menschen in Altenwohn- und Pflegeheimen. Zum anderen sieht die Situation von jungen pflegebedürftigen Menschen auch nicht viel besser aus, die oftmals in Altenheimen untergebracht werden, statt mit gleichaltrigen Menschen. Drei verschiedene Gruppen, drei Mal dasselbe Problem. Es gibt für diese Menschen derzeit keine geeignete Unterbringungsmöglichkeit und das ist ein Trauerspiel", berichtet Liste Fritz-Klubobfrau Andrea Haselwanter-Schneider.

Die Liste Fritz bringt im kommenden Februar-Landtag einen Dringlichkeitsantrag ein, um den Bedarfs- und Entwicklungsplan der Behindertenhilfe Tirol zu evaluieren und an den aktuellen Bedarf anzupassen. Das Teilhabegesetz aus dem Jahr 2017 sieht diese Maßnahme vor. Geschehen ist bislang nichts.

Zum Nachlesen:

Dringlichkeitsantrag: Tirol sozialer machen: Kinder und ältere Menschen mit Behinderung sowie junge Pflegebedürftige brauchen ausreichend Wohn- und Pflegeplätze!

Es ist höchste Zeit, dass die Landesregierung aufsteht und handelt!

"Wir als Liste Fritz fordern die schwarz-grüne Landesregierung und insbesondere die zuständige Landesrätin Fischer dazu auf, endlich eine zeitgemäße Bedarfsplanung für diese Menschen durchzuführen. Wer nicht weiß, wie viele Menschen, in welchen Bezirken, wie unterzubringen sind, wird auch keine entsprechenden Angebote schaffen können. Die letzte solche Bedarfsplanung stammt aus dem Jahr 1996. Das hat der Landesrechnungshof bereits im Jahr 2010 kritisiert. In diesen neun Jahren ist wieder nichts passiert. Wir sagen guten Morgen liebe Landesregierung. Es kann doch nicht sein, dass eine betroffene Familie nach der anderen ihre schwierige Situation öffentlich machen muss und sich die zuständige Landesrätin nicht bewegt. Das Teilhabegesetz aus dem Jahr 2017 gibt der Landesregierung vor, dass für diese Menschen, die einen Bedarf haben, geeignete Unterbringungsplätze zu schaffen sind. Dementsprechend hat die Landesregierung auch mit Hochdruck daran zu arbeiten", stellt Liste Fritz-Landtagsabgeordnete Andrea Haselwanter-Schneider fest.

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