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Fritz Dinkhauser, Andrea Haselwanter-Schneider und Andreas Brugger von der Liste Fritz

„Innsbruck/Tirol soll nicht das Olympia-Versuchskaninchen für das IOC spielen!“

Auf Einladung der Liste Fritz berichtet Olympiakritiker aus Graubünden über Erfahrungen in der Schweiz

Graubünden hat bereits zwei Mal Nein gesagt!

"Die wirtschaftlichen und touristischen Voraussetzungen in Graubünden mit den renommierten Tourismusorten St. Moritz, Davos, Flims, Arosa und Lenzerheide sind gut vergleichbar mit der Situation in Innsbruck und Tirol. Da wie dort regiert die Olympia-Träumerei, da wie dort will man Millionen für eine Bewerbung und Milliarden für ein unkalkulierbares Olympia-Abenteuer ausgeben. Die Bevölkerung in Graubünden hat diesen Olympia-Träumereien aber schon zweimal mittels Volksabstimmung eine Abfuhr erteilt, 2013 und zuletzt 2017 mit 60 Prozent Nein-Stimmen. Was die Bürger im wirtschaftlich und touristisch starken Graubünden als zu teuer und zu riskant abgelehnt haben, davon sollten wir in Innsbruck und Tirol auch die Finger lassen", ist Liste Fritz-Klubobfrau Andrea Haselwanter-Schneider überzeugt.

Sicherheitskosten mit viel Sprengkraft für das geplante Budget!

"Die Unbelehrbarkeit der Olympiabefürworter ist sehr robust, die Werbesprüche sind immer dieselben. Wirtschafts- und Tourismusbelebung funktioniert aber auch über Weltmeisterschaften, wie die Ski WM in St. Moritz bewiesen hat. So ein Sportevent ist überschaubar und noch zu stemmen, aber nicht Olympia. Obwohl unsere Volksabstimmung während der Ski WM stattgefunden hat, haben 56 Prozent der Bürger in St. Moritz Nein zu Olympia gesagt. Auch die Botschaft 'Wir haben schon alles und müssen nichts bauen' kennen wir und sie stimmt nie, denn keiner hat alle Einrichtungen, wie das Ausweichen nach Inzell für Eisschnelllauf oder nach Wien oder Bozen für Eishockey in Innsbruck/Tirol beweist. Auch Sion bringt sich für 2026 ins Spiel und hat für die Bewerbung 24 Millionen Schweizer Franken, rund 21 Millionen Euro, veranschlagt. Wir Schweizer können rechnen, weshalb die 15 Millionen für die Olympia-Bewerbung in Innsbruck/Tirol nicht reichen werden. Auch punkto Sicherheit und Sicherheitskosten haben wir durch das Weltwirtschaftsforum in Davos einige Erfahrung. Dort fallen für 3-4 Tage, in einem abgeschlossenen Tal, bei überschaubarem Medieninteresse und Gratis-Beteiligung durch die Armee 10 Millionen Franken an Sicherheitskosten an. Olympische Spiele dauern dagegen 27 Tage, mit großem Medieninteresse und gewaltigen Sicherheitskosten. Diese sind Vancouver und London über den Kopf gewachsen und haben die Budgets komplett gesprengt", erzählt Stefan Grass, Leiter des Komitees Olympia-kritisches Graubünden.

Reduzierte Spiele sind reines Wunschdenken!

"Auch die Tiroler Botschaft 'Unser Spiele nach unseren Regeln' ist nicht neu. Bei uns in der Schweiz haben die Befürworter dem IOC ausgerichtet 'take it or leave it'. Aber das muss eine Regierung dann auch aushalten, wenn sie das Olympia-Abenteuer erst einmal gestartet hat. Fakt ist, die Reform des IOC gibt es nur am Papier, die Agenda 2020 wurde noch nie umgesetzt, reduzierte Spiele sind reines Wunschdenken. Gerade bei den unkalkulierbaren Sicherheitskosten nimmt sich das völlig IOC aus der Verantwortung, die Endabrechnung bekommt der jeweilige Staat. Ich rate den Tirolern ab, sich als Olympia-Versuchskaninchen für das IOC zur Verfügung zu stellen", warnt Stefan Grass mit der Erfahrung in Graubünden.

Liste Fritz stellt drei Dringlichkeitsanträge im Oktober-Landtag!

„Wenn die Innsbrucker und Tiroler am 15. Oktober Ja oder Nein zu Olympia 2026 sagen sollen, müssen sie auch die wesentlichen Fakten kennen. Bis dato ist das nicht der Fall, Platter, Oppitz und Co. lassen sie bewusst im Dunkeln und verkaufen sie für dumm. So ist die Fragestellung für die Volksbefragung laut Verfassungsexperten Heinz Mayer manipulativ, rechts- und verfassungswidrig, das Sicherheitskonzept samt veranschlagter Sicherheitskosten bisher unter Verschluss und der Host City Vertrag mit allen Zusagen und Haftungen nicht öffentlich einsehbar. Für uns liegen damit nicht alle Fakten am Tisch, die die Bevölkerung für die Abstimmung am 15. Oktober braucht, weshalb wir drei Dringlichkeitsanträge dazu einbringen. Es sollte auch der Pro-Olympia-Fraktion um Platter und Oppitz ein Anliegen sein, den Bürgern so viele Informationen zukommen zu lassen, wie nur irgendwie möglich. Mit Versteckspielchen und Geheimniskrämerei lässt sich die Bevölkerung ganz sicher nicht überzeugen!“, ist sich Liste Fritz-Klubobfrau Andrea Haselwanter-Schneider sicher.

Im Wortlaut:

JA zu Tirol – NEIN zum Olympia-Milliarden-Wahnsinn: Keine rechts- und verfassungswidrige Fragestellung bei der Olympia-Volksbefragung!
JA zu Tirol – NEIN zum Olympia-Milliarden-Wahnsinn: Sicherheitskonzept und Sicherheitskosten noch vor Olympia-Volksbefragung veröffentlichen!
Mehr Transparenz und Kontrolle: Host City Vertrag für Olympische Spiele in Innsbruck/Tirol 2026 veröffentlichen und auf seine Rechtmäßigkeit prüfen!

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