Traktor

Der aktuell aufgetauchte Briefwechsel des Bürgermeisters von Ainet, Alois Girstmair, mit Landeshauptmann Eduard Wallnöfer vom März 1969 zum Umgang der Landesagrarbehörde mit der Gemeinde in der Auseinandersetzung mit der Agrargemeinschaft, dokumentiert die jahrzehntelange Knebelung der Tiroler Gemeinden.

Im Wortlaut: Der Briefwechsel zwischen Alois Girstmair, Bürgermeister von Ainet, und Landeshauptmann Eduard Wallnöfer, März 1969

ÖVP-Agrarunrecht: Politisch gewollt – eindeutig dokumentiert!

“Der Krug geht solange zum Brunnen bis er bricht. Der Briefwechsel und andere uns vorliegende Papiere beweisen und belegen die politische Absicht der ÖVP hinter den Agrarverschiebungen zu Ungunsten der Gemeinden. Die Fakten sind erdrückend und der Skandal heute ist, dass diese Papiere auch Landeshauptmann Platter bekannt sind und dieser trotzdem keinen Finger in der Sache rührt. Ich hoffe, dass die Tiroler erkennen, dass eine Veränderung Tirols nur mit einer Abwahl der ÖVP aus der Landesregierung möglich ist”, erklärt LA Fritz Dinkhauser.

Günther Platter und Anton SteixnerAgrarunrecht a la ÖVP-SPÖ: Es gibt gleiche und gleichere Tiroler…

“Die Tiroler sind in Knechtschaft einiger Agrarfunktionäre und Machtbauern. Die nach wie vor andauernde Abzocke und Knebelung der Gemeinden beim Agrarunrecht unter der Schirmherrschaft von Platter und Steixner ist absolut unerträglich. Seit rund 50 Jahren hat sich an der politisch gewollten Rechtsanarchie zu Lasten der Gemeinden und zu Gunsten einiger Agrarfunktionäre nichts geändert! Auch die SPÖ verantwortet das mit, solange sie zwar Wasser predigt, aber Wein trinkt. Die letzten fünf Jahre sitzt sie mit der ÖVP in jener Landesregierung, die eine Lösung des Agrarunrechts weiter verschleppt, verzögert und verhindert!”, stellt Fritz Dinkhauser klar.

Landtagssitzung im Jänner 2013 bringt nächste Nagelprobe für ÖVP und SPÖ

“Wir fordern per Landtagsantrag, den Noch-Vermögensstand aller Gemeindeguts-Agrargemeinschaften von unabhängigen Fachleuten im Auftrag und auf Kosten des Landes erheben zu lassen. Dabei müssen ÖVP und SPÖ Farbe bekennen, ob sie die Aufarbeitung des Agrarunrechts weiter blockieren wollen”, erwartet Fritz Dinkhauser zumindest von der SPÖ, dass sie den FRITZ-Landtagsantrag mitträgt.

Agrarunrecht lösen: Gemeindegut an Gemeinden rückübertragen!

“Seit rund zwei Jahren verlangen wir die Reparatur dieses himmelschreienden Unrechts durch eine verfassungsrechtlich saubere und im Landtag einfach zu beschließende Rückübertragung des Gemeindegutes an die Gemeinden. Allerdings blockieren ÖVP und SPÖ diese Lösung bis dato im Landtag. So muss die Landtagswahl zeigen, ob die Tiroler ein höchstgerichtlich gesprochenes Recht umgesetzt haben wollen oder ob sie weiterhin das System ÖVP unterstützen, das sich durch alle Bereiche zieht und auch all jene Tiroler angeht, die sich vielleicht vom Agrarunrecht nicht direkt betroffen fühlen”, meint Fritz Dinkhauser.

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