Ein Traktor mit einem Heuballen

In der Gemeinde Sölden geht es um 1,5 Millionen Quadratmeter Grund und Boden. Obwohl die Agrarier nur die Nutzungsrechte auf diesen Grundstücken besitzen, beanspruchen sie jetzt den gesamten Grund und Boden für sich. Die Gemeinde wehrt sich dagegen und wendet sich jetzt an den Verfassungsgerichtshof, denn sie will sich im Jahr 2013 nicht weitere Grundstücke nehmen lassen.

Agrarunrecht in Tirol: Rückübertragung als Lösung

“Auch dieser Fall zeigt, dass die Tiroler Gemeinden und Gemeindebürger mit dem bestehenden Agrargesetz nicht zu ihrem Recht kommen. Die Landesregierung aus ÖVP und Grünen schaut nur zu. Die Lösung ist die Rückübertragung des Gemeindeeigentums von den Agrargemeinschaften an die Gemeinden. Diese Rückübertragung gibt den Gemeinden ihr Vermögen sowie ihren Grund und Boden zurück und lässt den Agrariern ihr Recht zur Wald- und Weidenutzung für den Eigenbedarf”, erklärt Agrarexperte und Landtagsabgeordneter Andreas Brugger.

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“Schamlose” Agrarier im Zillertal!

Ein zweiter aktueller Fall “Agrarier gegen Gemeinden” spielt sich derzeit im Zillertal ab. Die Mitglieder der dortigen Gemeindeguts-Agrargemeinschaft stellen enorme Forderungen an die Gemeinden Fügen/Fügenberg bzw. an die Liftgesellschaft. Es geht um einen Liftausbau auf Grundstücken, auf denen die Agrarier eigentlich nur die Nutzungsrechte haben. Trotzdem fordern diese jährliche Abgeltungen. Die Gemeinden bezeichnen die Forderungen der Agrarier wörtlich als “schamlos und sittenwidrig”.

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