Heuballen

Die Liste Fritz – Bürgerforum Tirol hat dieser Tage mit mehr als 50.000 Flugblättern in 90 Gemeinden unter dem Titel „Stoppen wir dem Diebstahl am Volk“ auf das nach wie vor ungelöste Unrecht bei den Gemeindeguts-Agrargemeinschaften aufmerksam gemacht.

Ziel der Flugblatt-Aktion: Jene Bürgermeister, die für ÖVP und SPÖ im Landtag sitzen, sollen dem Antrag der Liste Fritz – Bürgerforum Tirol auf Rückübertragung des Vermögens an die Gemeinden zustimmen.

Gemeinden endlich zu ihrem Recht verhelfen!

„Wir sind auf Pilgerfahrt und wollen die Bürgermeister von ÖVP und SPÖ missionieren, damit sie mit uns gemeinsam das Agrargesetz ändern. Nur dann bekommen die Gemeinden endlich ihr Vermögen zurück. Die Hauptschuldigen für dieses Unrecht bei den Agrargemeinschaften sind nicht die Bauern, es waren die ÖVP-Politiker und einige Beamte sowie einige Profiteure unter den Agrarfunktionären, die das verbrochen haben. Unser Appell geht an die Bürgermeister, die für ÖVP und SPÖ im Landtag sitzen, zeigt Rückgrat, seid Bürgervertreter und keine Bürgerverräter!“, stellen LA Fritz Dinkhauser und LA Andreas Brugger klar.

Mehr als 1 Jahr Agrargesetz neu…

Obwohl seit 19. Februar 2010 das neue Agrargesetz in Kraft ist, kommen die Gemeinden nicht zu ihrem Grund und Boden sowie zu ihrem Vermögen. Die Liste Fritz – Bürgerforum Tirol will dieses Unrecht beenden.

„Keine Gemeinde hat bisher einen Euro bekommen. Die Bürgermeister und Bürger in den Tiroler Gemeinden werden regelrecht gepflanzt. Beispiel Jerzens. Für die Verpachtung einer Skihütte kassiert die Agrargemeinschaft rund 84.000 Euro, der Gemeinde will sie davon 140 Euro überlassen!”, erklärt Agrarexperte LA Dr. Andreas Brugger.

…geändert hat sich nichts!

“Im neuen Agrargesetz haben Gemeinden zwar Rechte, aber die Agrarfunktionäre sitzen an den Schalthebeln. Mehr als 100 Agrargemeinschaften bestreiten und bekämpfen auf Kosten der Gemeindebürger die offensichtlichsten Sachen. Die Agrarfunktionäre sind die Hausmeister, die fremdes Vermögen verwalten. Schon unseren Kindern bringen wir bei, fremdes Eigentum in Ruhe zu lassen und es zurück zu geben, wenn man es sich genommen hat. Je mehr ich mich mit der Causa Agrargemeinschaften beschäftige umso fassungsloser werde ich“, sagt LA Brugger.

Liste FRITZ appelliert an diese 7 Bürgermeister:

Angesprochen sind von der ÖVP:

Bgm. Anton Mattle, ÖVP Bezirksparteiobmann Landeck

Bgm. Jakob Wolf, ÖVP Bezirksparteiobmann Imst

Bgm. Heinrich Ginther, ÖVP Bezirksparteiobmann Reutte

Bgm. Andreas Köll

Von der SPÖ:

Bgm. Hans Peter Bock, SPÖ Klubobmann

Bgm Klaus Gasteiger

Bgm. Elisabeth Blanik

Thema Agrargemeinschaften – es geht um Tirol!

Beim Unrecht Gemeindeguts-Agrargemeinschaften geht es um bis zu 300 Gemeindeguts-Agrargemeinschaften, um rund 200 betroffene Tiroler Gemeinden, um rund 30-50 Millionen € jährlich, die allen Gemeindebürgern gehören! Es geht um 2 Milliarden m² Grund und Boden, eine Fläche so groß wie der Bezirk Osttirol. Es geht schließlich um die Verantwortung der Bürgermeister für die Umsetzung des VfGH-Erkenntnisses.