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Die Agrargemeinschaft Unterlangkampfen lässt heute wissen, nicht 40.000 Euro an jedes ihrer 37 Mitglieder auszahlen zu wollen, sondern jedem Mitglied ein Darlehen in der Höhe von 30.000 Euro zu gewähren.

„Da bleibt einem die Luft weg, diese miese Trickserei schlägt dem Fass den Boden aus! Während tausende Tiroler nicht mehr wissen, wie sie finanziell über die Runden kommen, während tausende der mehr als 35.000 Klein- und Mittelbetriebe keine Kredite bekommen, schmeißen die Agrar-Funktionäre in Langkampfen mit viel Geld um sich. Es geht um 1,5 Millionen Euro, das sind mehr als 20 Millionen Schilling. Geld, das nicht einigen wenigen Agrariern gehört, sondern allen Gemeindebürgern. Auch wenn die Agrar-Funktionäre offensichtlich kalte Füße bekommen haben und den Trick mit dem Darlehen versuchen, was sie betreiben ist eine Verhöhnung des Landeshauptmannes!“, sagt LA Fritz Dinkhauser.

Trickserei ist Verhöhnung des Landeshauptmannes!

Für die Liste Fritz – Bürgerforum Tirol fehlt den Agrarier jedes Unrechtsbewusstsein. Schuld daran trägt aber die ÖVP-SPÖ Landesregierung, die die Agrarier zu solchem Verhalten ermuntert hat.

„Wenn Landeshauptmann Platter sagt, in der Affäre um die Agrargemeinschaften passe kein Blatt Papier zwischen ihn und Steixner, dann darf er sich jetzt nicht wundern, dass es Null Unrechtsbewusstsein bei diesen Agrar-Herren gibt. Sie wissen, dass sie mit Steixner ihren Mann in der Regierung sitzen haben, auf den sie sich verlassen können. Er ist oberster Interessensvertreter des Bauernbundes und hält als Lobbyist schützend die Hand über seine Klientel. Sie wissen, dass sie sich diese Frechheit nur erlauben können, weil sie von oberster Stelle gedeckt wird. Es ist dieses System Steixner – oberster Interessensvertreter und gleichzeitig zuständiger Landesrat – das Vorkommnisse wie in Langkampfen möglich macht. Wir haben uns dagegen gewehrt und einen Misstrauensantrag gegen Steixner im Landtag eingebracht, aber weder der Arbeitnehmerflügel in der ÖVP noch die Vertreter der SPÖ haben die Chance ergriffen und diese Ungerechtigkeit ein für allemal beendet! Sie haben die Tiroler Bürger im Stich gelassen!“, meint Dinkhauser.

Oberlobbyist Steixner deckt Agrarier

„Ob die Agrargemeinschaft direkt auszahlt oder ein Darlehen vergibt, ändert nichts am Ergebnis. Die Agrar- Funktionäre verpfänden den Besitz der Öffentlichkeit. Die Bevölkerung muss für das Darlehen der Agrarier gerade stehen. Wenn die Agrargemeinschafts- Mitglieder ein Darlehen aufnehmen wollen, bleibt ihnen das unbenommen, aber nicht zu Lasten aller Gemeindebürger. So geht es nicht!“, so LA Brugger.