Die Agrargemeinschaft Unterlangkampfen will 40.000 €, das sind mehr als 500.000 Schilling, an jedes einzelne ihrer 37 Mitglieder ausschütten. Gelder, die der Gemeinde und allen Bürgern gehören!

„Einfach unglaublich, ein Jahr nach dem Urteil des Verfassungsgerichtshofes zur Affäre rund um die Agrargemeinschaften, tut die Agrargemeinschaft Unterlangkampfen als hätte es nie ein Urteil gegeben. Die Landesregierung schickt einen Beamten vor, der harte Konsequenzen ankündigt. All das zeigt die Hilflosigkeit des Landes. Die Aussagen von Landeshauptmann Platter, wonach das Urteil zu 100% umgesetzt werde, negieren die Agrar-Funktionäre. Sie fühlen sich sicher und verlassen sich auf ihren obersten Interessensvertreter Steixner und den Bauernbund. Was derzeit geboten wird, ist ein inszeniertes Schattenboxen innerhalb der ÖVP!“, zeigt sich LA Fritz Dinkhauser verärgert.

Platter hat auf Steixner gesetzt und bekommt jetzt die Rechnung!

Die Liste Fritz – Bürgerforum Tirol fordert von der ÖVP-SPÖ Landesregierung einmal mehr das Urteil auf Punkt und Beistrich umzusetzen.

„Landeshauptmann Platter darf sich diese Respektlosigkeit nicht länger bieten lassen, er muss dieses abgekartete Spiel zwischen den Agrargemeinschaften und seinem Agrarlandesrat Steixner ein für allemal beenden. Wir haben Platter auf die Befangenheit seines Agrarlandesrates hingewiesen. Es rächt sich jetzt, dass Platter gemeint hat zwischen ihn und Steixner passe kein Blatt Papier. Diese Ankündigungen haben auch die Agrar-Funktionäre vernommen und handeln jetzt danach. Ihnen ist klar, solange Steixner in der Landesregierung sitzt, können sie tun und lassen, was sie wollen“, so LA Dinkhauser.

SPÖ Landesräte stehen genauso in der Pflicht!

„Ich nehme auch die beiden SPÖ Landesräte in die Pflicht. SPÖ Landesrat Reheis hat noch als Bürgermeister einen aufrechten Kampf um das Eigentum der Gemeinde geführt. Jetzt als Landesrat im Regierungsboot mit der ÖVP ist davon weit und breit nichts zu spüren. Die ÖVP-SPÖ Landesregierung darf sich diese Vorgangsweise der Agrargemeinschaften nicht bieten lassen. Das Urteil des Verfassungsgerichtshofes ist umzusetzen!“, sagt LA Dinkhauser.