Günther Platter und Herwig van Staa mit dem Hypo Tirol Bank Logo

2009: Platter sagt im Tiroler Landtag die Unwahrheit!

Als Landeshauptmann und Eigentümervertreter Günther Platter  von der ÖVP im Jahr 2009 im Tiroler Landtag öffentlich gesagt hat, dass die Hypo Tirol gesund und stabil sei, musste er bereits ganz genau wissen, dass das nicht stimmt.

Allein in den Jahren 2009, 2010, 2011, 2012 und 2013 muss die Landesbank Hypo Tirol mehr als 348 Millionen Euro wertberichtigen. Trotzdem ist es der amtierende ÖVP-Landeshauptmann Platter, der einem Vorstand, den er rausschmeißen lässt, noch 1120.000 Euro mitgibt. Wofür?

Zum Nachlesen:

  • Die jüngste Hiobsbotschaft von Platter: Wieder zahlen die Bürger für die Hypo Tirol Bank, 18. März 2015

Die Hypo Tirol ist gesund, ist stabil. Landeshauptmann Platter im Landtag, 2009

Die Fakten – wie die ÖVP in der Landesbank Hypo Volksvermögen aller Tiroler vernichtet hat:

  • 350 Millionen Euro in den Sand gesetzt: allein in den Jahren 2009 bis 2013
  • 236 Mitarbeiter abgebaut: zwischen 2006 und Ende 2015 geht die Zahl der Vollzeitbeschäftigungsäquivalente von 786 auf 550 zurück
  • 220 Millionen Euro von der Tiwag zugeschossen: Für diese Kapitalspritze musste die Tiwag selbst Kredite aufnehmen
  • Zig Millionen im Ausland statt in Tirol investiert: während in Tirol Kreditnehmer genauestens geprüft wurden, hat die Hypo in Italien Kredite leichtfertig vergeben

Günther Platter hat in der Landtagssitzung im Jahr 2011 öffentlich Konsequenzen versprochen. Versprochen, gebrochen. ÖVP.

Zitat von Landeshauptmann Günther Platter zur Hypo Tirol Bank aus dem Jahr 2011

Die Fakten – so locker haben sie unser (Steuer)Geld verteilt:

  • 1,41 Millionen Euro freiwillige Zahlungen an abgelöste Vorstandsmitglieder: Zwischen 2003 und 2012 leistete die Landesbank Hypo Tirol insgesamt rund 2,31 Millionen Euro (brutto) an Abfertigungen, davon rund 1,41 Millionen Euro (60%) auf freiwilliger Basis – mit dem Einverständnis des Eigentümers, der Tiroler Landesregierung

Zitat von Günther Platter aus dem Jahr 2009 zur Hypo Tirol BankFakten – wer diese “Schweigegelder” bekommen hat:

  • 2003: Vorstand Josef Prader (350.000 €), Walter Mair und Siegfried Rainer-Theurl (zusammen 262.000 €) für die Zurückziehung ihrer Bewerbung. Unterschrieben von Eigentümervertreter Ferdinand Eberle (Beteiligungsreferent).
  • 2009/2010/2011: Landeshauptmann Günther Platter genehmigt freiwillige Zahlungen in der Höhe von 513.000 Euro an die Vorstände Hannes Gruber (112.000 €), Günter Unterleitner und Werner Pfeifer (zusammen 401.000 €) für ihre vorzeitige Absetzung.

Zum Nachlesen:

  • Der Bericht des Bundesrechnungshofes zum Finanzdebakel der Landesbank Hypo Tirol (Kurzfassung), 04. 12. 2014

Wer trägt die Schuld für diese Verfehlungen?

  • Die Landesbank Hypo Tirol hatte und hat gut bezahlte Vorstände, die die Geschäfte führen.
  • Die Landesbank Hypo Tirol hatte und hat Aufsichtsräte, die die Geschäfte des Vorstandes kontrollieren sollten.
  • Die Landesbank Hypo Tirol hatte und hat einen Eigentümer, das sind alle Tiroler. Deren Interessen hat der Landeshauptmann bzw. die Landesregierung wahrzunehmen.

Landesbank Hypo in den Händen der ÖVP!

Die Eigentümervertreter in den Jahren 2001 bis 2013 waren ausnahmslos Vertreter der ÖVP: Weingartner, Eberle, Van Staa, Hosp, Platter. Jene Partei, die sich selbst gerne als Wirtschaftspartei bezeichnet, hat dem Tiroler Volks mit der Landesbank Hypo Tirol ein riesiges Debakel und Desaster eingebrockt.

Wer übernimmt die politische Verantwortung?

Keiner.

Wer die Landtagssitzung (04. Februar 2015) verfolgt hat, hat nichts als Ausreden und Ausflüchte gehört.

Zum Nachschauen & Nachhören:

  • Die Landtagsrede zum Hypo-Desaster der ÖVP von FRITZ-Klubobfrau Andrea Haselwanter-Schneider, 04. Februar 2015

ÖVP-Eigentümervertreter Van Staa und Platter tragen politische Verantwortung!

Für die Liste Fritz – Bürgerforum Tirol haben die beiden noch aktiven ÖVP-Politiker Herwig van Staa und Günther Platter die politische Verantwortung:

  • Für das Zulassen und Nicht-Eingreifen bei den Wachstsumsstrategien.
  • Für das Zulassen, Nicht-Eingreifen und Selbst-Aushandeln der freiwilligen Zahlungen an mißliebige Vorstände.
  • Für die Personalauswahl im Vorstand und im Aufsichtsrat.
  • Für die Fehl-, Falsch- und Halbinformationen im Tiroler Landtag.

Die Wertberichtigungen der Landesbank Hypo Tirol: Die Basis ist in der van Staa-Zeit gelegt, mit dem Platter-Knick ab 2008 geht´s nach oben:

Einzelwertberichtigungen der Hypo Tirol Bank von 2001 bis 2012

Zum Weiterlesen:

  • Hypo-Finanzdesaster: Schuldfrage und politische Verantwortung sind nicht geklärt!
  • Hypo Tirol Bank: Es geht nicht um neuen Namen für die Bank, sondern um Klärung des Finanz-Desasters!
  • Auszug der FRITZ-Initiativen in der Causa Landesbank Hypo Tirol