Eine Pflegerin bei der Arbeit

Der Wunsch der meisten Tiroler: Daheim alt werden!

Mittels Landtagsantrag setzt sich die Liste Fritz – Bürgerforum Tirol für die Aufwertung der 24-Stunden-Betreuung und damit für eine konkrete Entlastung der pflegenden Angehörigen in Tirol ein.

“Der größte Wunsch der meisten Tiroler ist es in den eigenen vier Wänden alt werden zu können, eine riesige Herausforderung für die pflegenden Angehörigen. Eine wichtige Säule dafür ist die 24-Stunden-Betreuung, bei der meist ausländische Betreuerinnen nach Hause kommen, bei den zu pflegenden Menschen wohnen und ihnen bei den Dingen des täglichen Lebens helfen, etwa beim Waschen, Einkaufen, Essen, Putzen oder ihnen einfach Gesellschaft leisten”, berichten Klubobfrau LA Andrea Haselwanter-Schneider und die Praktikerin Susanne Thaler, Gebietsleiterin für Tirol des privaten Vereines St. Elisabeth.

Die Unterschriftenliste zur Initiative "Daheim alt werden"Zum Mitmachen:

>>> So geht´s: Bitte die Unterschriftenliste herunterladen, weiterverteilen, unterschreiben & bis 15. Jänner 2014 an office@liste-fritz.at retour schicken!

24-Stunden-Betreuung als Stiefkind!

“Obwohl rund 1.500 Tiroler die 24-Stunden-Betreuung in Anspruch nehmen, ist sie ein finanzielles Stiefkind in der Pflege- und Betreuungslandschaft und hat den Touch des Illegalen, mit dem wir aufräumen wollen. Von der Landesregierung gibt es eine monatlichen Zuschuss von 110 Euro bei Kosten zwischen 2.600 und 4.000 Euro. Je mehr Tiroler über die 24-Stunden-Betreuung gut daheim versorgt sind, desto weniger müssen ins Heim. Das ist der größte Wunsch vieler alter Menschen und spart Land und Gemeinden viel Geld!”, erklären FRITZ-Klubobfrau Andrea Haselwanter-Schneider und Susanne Thaler.

Im Wortlaut:

Liste Fritz Klubobfrau Andrea Haselwanter-SchneiderLandesförderung an Mindest-Qualitätskriterien koppeln!

Die Liste Fritz – Bürgerforum Tirol will mit ihrem Landtagsantrag erreichen, dass die Landesregierung von ÖVP und Grünen eine eigene Landesförderung für die 24-Stunden-Betreuung schafft und diese an die Einhaltung von Mindest-Qualitätskriterien für die Vermittlungsagenturen koppelt.

“Statt Wildwuchs bei den Vermittlungsagenturen zuzulassen, soll das Land eigene Qualitätskriterien vorschreiben und an deren Einhaltung eine eigene Landesförderung für die zu pflegenden Tiroler knüpfen. Wir haben nach Gesprächen mit zahlreichen Praktikern und deren Erfahrungsberichten 13 Qualitätskriterien vorgeschlagen”, führt Klubobfrau Andrea Haselwanter-Schneider aus.

Landesvolksanwalt unterstützt 24-Stunden-Betreuung – Zitat aus seinem Bericht 2012:

„Die Fachabteilung hat bisher eine Kostenbeteiligung für die häusliche Pflege abgelehnt. Damit waren nachweisbar Betroffene gezwungen, die ambulante Versorgung aufzugeben und in ein Heim zu gehen. (…) Es ergeht daher an die politischen Entscheidungsträger die Anregung einer Mitfinanzierung in der häuslichen Betreuung.“

Zum Nachlesen:

Tiroler brauchen finanzielle Unterstützung bei 24-Stunden-Betreuung!

“Bisher gibt es für diejenigen, die eine 24-Stunden-Betreuung haben, nur eine kleine Förderung von Bund und Land, den Großteil der monatlich rund 2.600 Euro an Kosten müssen die zu pflegenden Menschen bzw. ihre Angehörigen selbst zahlen. Eine eigene Landesförderung kann hier Entlastung schaffen, was allen Beteiligten nützt”, erklären Haselwanter-Schneider und Susanne Thaler.

Kosten 24-h-Betreuung: Beispiel für 1 monatige Betreuung

Taggeld                                                   1.800 netto (60 € x 30 T)

Fahrtkosten                                               240

Sozialversicherung                                    460

Gebühr für Verein                                      100

Zwischensumme                                    2.600

Zuschüsse und Förderungen

Pflegegeld (Stufe 5)                               900

Förderung Bundessozialamt (2 Pers.)   550

Zwischensumme                                  1.450

 

 

 

 

Was bleibt aus der eigenen Tasche zu bezahlen?

Aufwendungen                                       2.600

Zuschüsse & Förderungen                     1.450

Gesamt                                                   1.150

dazu kommen: Miet- und Betriebskosten, Kosten für Kost und Logis

 

 

 

 

24-Stunden-Betreuung macht Pflege daheim möglich & spart Gemeinden und Land viel Geld!

“Würden die zu pflegenden Tiroler statt sich eine 24-Stunden-Betreuungzu leisten ins Alters- und Pflegeheim wechseln, müssten in vielen Fällen das Land und die Gemeinden die Kosten übernehmen. Es ist für das Land daher unvergleichlich günstiger, die 24-Stunden-Betreuung als eine Säule der ´Pflege daheim` stärker zu fördern und so die pflegenden Angehörigen körperlich und finanziell zu entlasten als immer noch mehr neue Heime zu bauen”, weiß Andrea Haselwanter-Schneider.

Mehr Geld für 24-Stunden-Betreuung, dann braucht es weniger Heimplätze

“Es geht um eine sachte Umverteilung der Ausgaben. Heime sind notwendig, aber nicht die einzige Antwort in Sachen Pflege. Nur der Bau eines Heimplatzes – ohne Personal- und Betriebskosten – kostet 150.000 bis 200.000 Euro. Eine eigene Landesförderung gekoppelt an Qualitätskriterien für die 24-Stunden-Betreuung sind da wesentlich günstiger. Bei diesem Modell gibt es nur Gewinner, die zu Pflegenden, ihre Angehörigen, die Vermittlungsagenturen, die Gemeinden und das Land Tirol“, stellen Klubobfrau Andrea Haselwanter-Schneider und Susanne Thaler, Tiroler Gebietsleiterin des Vereins St. Elisabeth fest.

Zum Nachlesen – so berichten die Medien: