Hände bei der Pflege

Daheim alt werden: ÖVP und Grüne sollen Wunsch alter Menschen ernst nehmen!

“Der Wunsch der meisten Tiroler ist klar, möglichst lange daheim alt werden und nicht den Weg ins Heim nehmen müssen. Eine ganz wichtige Säule dafür ist die 24-Stunden-betreuung. Wenn die Landesregierung den größten Wunsch der Tiroler ernst nehmen will, dann muss sie auch finanziell umdenken”, verlangt Klubobfrau LA Andrea Haselwanter-Schneider.

Zum Nachlesen:

24-Stunden-Betreuung: Land bezahlt 110 € monatlich, bei 2.600 € Kosten!

“Der bisher geleistete Landesbeitrag von 40 Prozent mag angemessen klingen, bedeutet aber einen monatlichen Zuschuss des Landes von 110 Euro bei entstehenden Kosten für die zu pflegenden Tiroler bzw. ihre Angehörigen von monatlich rund 2.600 Euro! Es ist eine absolut kurzsichtige Politik der Landesregierung bei der Rund-um-die-Uhr-Pflege-daheim zu sparen, dafür aber die viel höheren Kosten zu übernehmen, wenn die Tiroler eben nicht mehr daheim gepflegt und betreut werden können, sondern ins Heim müssen”, meint Andrea Haselwanter-Schneider.

Sozialsprengel und 24-Stunden-Betreuung sind keine Konkurrenten!

Andrea Haselwanter-Schneider von der Liste Fritz“Die Behauptung von ÖVP-Landesrat Tilg, statt Geld für die 24-Stunden-Betreuung zur Verfügung zu stellen, eben die Sozial- und Gesundheitssprengel auszubauen, ist absurd, zumal ein Landesgesetz die Sozialsprengel auf täglich drei Stunden Betreuung limitiert. Herr Landesrat, damit lässt sich keine Rund-um-die-Uhr-Betreuung, wie sie etwa 1.500 Tirolerinnen und Tiroler derzeit brauchen, bewerkstelligen”, zeigt Klubobfrau Andrea Haselwanter-Schneider auf.

Landesvolksanwalt für Landesförderung der 24-Stunden-Betreuung!

Die Liste Fritz – Bürgerforum Tirol ist hocherfreut, dass sich auch der Landesvolksanwalt von Tirol in seinem Bericht 2012 unmissverständlich für die 24-Stunden-Betreuung sowie eine eigene Landesförderung ausspricht – alle Zitate aus dem Bericht 2012:

  • „Faktum ist, dass die oben angeführte Form der häuslichen Betreuung über PersonenbetreuerInnen nicht nur den Wünschen der betroffenen, möglichst lange zu Hause bleiben zu können, entspricht, sondern für das Land/die Gemeinden erheblich billiger wäre.“
  • „Die Fachabteilung hat bisher eine Kostenbeteiligung für die häusliche Pflege abgelehnt. Damit waren nachweisbar Betroffene gezwungen, die ambulante Versorgung aufzugeben und in ein Heim zu gehen.“
  • „Es ergeht daher an die politischen Entscheidungsträger die Anregung einer Mitfinanzierung in der häuslichen Betreuung.“

Kurzsichtige Landespolitik: Wenig Geld für Betreuung daheim, aber Millionen für neue Heimbauten!

“Die Landesregierung weiß also, dass sich viele Tiroler die 24-Stunden-Betreuung nicht leisten können und daher ins Heim wechseln müssen. Die Landesregierung weiß, dass die Gemeinden und das Land damit mehr bezahlen müssen, als wenn es eine eigene Landesförderung geben würde. Und obwohl sie das alles weiß, blockiert ÖVP-Landesrat Tilg eine vernünftige Regelung – Qualitätskriterien gekoppelt an eine eigene Landesförderung – für die 24-Stunden-Betreuung. Das ist politisch unklug und unsozial!”, stellt Andrea Haselwanter-Schneider fest.