Hypo Tirol Bank Zentrale in Innsbruck

Das Management der Landesbank Hypo Tirol hat unter den Augen der ÖVP innerhalb von drei Jahren insgesamt 310 Millionen € in den Sand gesetzt (2009: 72 Mio. €, 2010: 72 Mio. €, 2011: 166 Mio. €). Die ÖVP trägt die Gesamtverantwortung, weil sie seit Jahrzehnten die Vorstände der Hypo auswählt und bestellt und maßgeblich die Organe (Aufsichtsrat) besetzt. Die Landesbank Hypo Tirol hat bereits 100 Mitarbeiter abgebaut.

ÖVP: TIWAG verscherbelt & Hypo verzockt – es gibt Taten, aber keine Täter!

“Seit Bekanntwerden des Hypo-Finanzdesasters vor sechs Monaten gibt es eine Tat, aber offenbar keine Täter, eine Millionen-Schuld, aber offenbar keine Schuldigen! Die ÖVP mit ihrer angeblichen Wirtschaftskompetenz hat die TIWAG über die Cross Border Deals an die Amis verscherbelt und bei der Hypo Millionen an Volksvermögen verzockt. Die Landesbank ist heute die einzige Bank Tirols, die so schlecht da steht, dass sie jetzt von den Tiroler Steuerzahlern mit 230 Millionen Euro aus der TIWAG gerettet werden muss. Aber dieser Sonderzuschuss wird die Hypo grundlegend verändern, Tirol verliert das Sagen, bestimmen wird künftig die EU!”, erklärt LA Fritz Dinkhauser.

Tirol verliert Sagen in der Landesbank Hypo – EU diktiert!

“Auch wenn uns jede offizielle Information vorenthalten wird, sind wir Zeitzeugen einer dramatischen Entwicklung. Der 230 Millionen-Zuschuss fällt unter das EU-Wettbewerbsrecht und hat strenge Auflagen zur Folge. Die Hypo muss jetzt in einem Businessplan 2017 penibel darlegen, etwa wie viele Mitarbeiter sie abbauen, welche Filialen sie schließen oder wie sie ihre Geschäftstätigkeit zurückfahren wird. Auf Einhaltung dieser Angaben wird die EU künftig streng achten”, erläutert Klubobmann LA Bernhard Ernst.

Hintergrund & Wissen: Die Chronologie zum ÖVP-Finanzdebakel bei der Landesbank Hypo Tirol

Landesbank verliert ihre Gründungsidee!

“Aus einer ehemals starken, sozial orientierten Landesbank wird eine normale Kommerzbank. Tirol schießt 230 Millionen Steuergeld zu, ist aber nicht mehr Herr im eigenen Haus. Durch das von der ÖVP zu verantwortende Finanzdebakel der Hypo, verliert Tirol das Sagen und die EU diktiert den künftigen Kurs der Bank. Die Landesbank wird dem Tiroler Volk entrissen, der EU unterstellt und in ihrer Gründungsidee als Landesbank – günstige Kredite für Bauern, Bürger und kleine Betriebe  – massiv eingeschränkt”, kritisiert Bernhard Ernst.

230 Mio. €-Zuschuss aus TIWAG an Hypo wird nicht zurückgezahlt!

“Durch die strengen EU-Vorgaben wackelt auch die von Platter, Stauder und Co. versprochene Rückzahlung der 230 Millionen Euro, die sich die ÖVP aus der TIWAG-Kasse geholt hat. Laut EU-Vorgaben darf die die Hypo BAnk künftig nur eingeschränkt Dividenden auszahlen und angesichts der totalen Verkleinerung ihres Geschäftsmodelles wird es für die Hypo am Markt Tirol wenig zu verdienen geben, sodass der Slogan´Das TIWAG-Geld ist nur geliehen`eine hohle Phrase bleiben wird. Der 230 Millionen Zuschuss aus der TIWAG wird sich als verlorener Zuschuss herausstellen”, stellt Klubobmann LA Bernhard Ernst fest.

FRITZ-Forderungen nach sechs Monaten ÖVP-Finanzdebakel bei der Hypo Bank:

  • eine unabhängige Risikobewertung des Gesamt-Portfolios der Hypo Bank (Kredite, Wertpapiere, Anleihen etc.)
  • eine unabhängige Risikobewertung der Landeshaftung für die Hypo in Höhe von 7,1 Milliarden €
  • politische Verantwortung für das 310 Millionen €-Finanzdesaster
  • politische Verantwortung für die Folgen aus dem 230 Millionen €-Zuschuss

Auszug aus der jüngsten Arbeit der Liste FRITZ zur Aufklärung des Hypo-Finanzdebakels

Liste FRITZ arbeitet weiter an voller Auklärung!

“Schluss mit der ÖVP-Vernebelungstaktik! Wir verlangen volle Aufklärung und die Übernahme der politischen Verantwortung durch die ÖVP. Wir werden deshalb auch im Juli-Landtag einen Dringlichkeitsantrag einbringen und zu 12 Themenkomplexen 20 Fragen stellen”, erklären LA Fritz Dinkhauser und LA Bernhard Ernst.

Hintergrund: 12 ungeklärte Themenbereiche nach 6 Monaten Hypo-Finanzdebakel