Ein Stapel Geldscheine

200.000-€-Studie zu “Gesundheitstourismus Osttirol” ohne Ausschreibung direkt vergeben!

Im Rahmen ihres Osttirol-Tages hat die Liste Fritz – Bürgerforum Tirol Gespräche mit Sozialeinrichtungen in Osttirol geführt und die umstrittene 200.000-€-Studie „Gesundheitstourismus Osttirol“ thematisiert.

“Von den 200.000 Euro Gesamtkosten kommen 177.000 Euro aus Steuergeldern. Konkret 150.000 Euro vom Land Tirol, 20.000 vom TVB Osttirol, 7.000 vom Bezirkskrankenhaus Lienz und 23.000 Euro von Hotels. Trotzdem hat ÖVP-Landesrat Tilg es zugelassen, dass diese Studie freihändig, ohne Ausschreibung, ohne Bekanntmachung einfach direkt vergeben worden ist. Das widerspricht dem Bundesvergabegesetz, wonach Direktvergaben nur bis zu einem Wert von 100.000 Euro zulässig sind”, zeigen Klubobfrau LA Andrea Haselwanter-Schneider und Bezirkssprecher Markus Sint auf.

Zum Nachlesen – so berichten die Medien:

Direktvergabe riecht nach Freunderlwirtschaft

“Die Auftragsvergabe riecht daher stark nach Freunderlwirtschaft, zumal der Studienleiter, den wir fachlich nicht kritisieren, der Leiter der Abteilung Innere Medizin am öffentlichen BKH Lienz und gleichzeitig auch der Leiter des privaten Medizinischen Zentrums im 5-Sterne Grand Hotel Lienz ist. Seine Frau managt überdies das Luxushotel“, erklären Klubobfrau LA Andrea Haselwanter-Schneider und Bezirkssprecher Markus Sint, die die Hintergründe zur 200.000-€-Studie „Gesundheitstourismus Osttirol“ mittels Schriftlicher Anfrage im Landtag aufgedeckt haben.

Standortagentur Tirol hat Landesregierung frühzeitig auf wissenschaftliche Mängel hingewiesen!

“Laut Stellungnahme der Standortagentur Tirol ist diese 200.000-Euro-Studie wissenschaftlich wertlos, sie ist ohne Einbindung der Ethikkommission begonnen worden und das kann zu rechtlichen und haftungsmäßigen Problemen führen. Die Studie verzichtet auf die Expertise aller drei Universitäten in Tirol, obwohl der 150.000-Euro-Landesbeitrag aus dem Budgettopf zur Förderung der Hochschulen kommt”, erläutern Andrea Haselwanter-Schneider und Bezirkssprecher Markus Sint.

200.000-€-Studie nützt Osttiroler Tourismusbetrieben wenig!

“Schließlich bleibt es völlig nebulos, was diese Studie zum ´Gesundheitstourismus Osttirol` der breiten Masse der Osttiroler Tourismusbetriebe bringen soll. Welchen Nutzen sollen kleine 3-Sterne-Hotels, Pensionen oder Privatzimmervermieter haben? Kein Wunder, dass ÖVP-Landesrat Tilg nicht offenlegt, welche Hotels außer dem 5-Sterne-Luxushotel in Lienz, das schon jetzt auf Gesundheitstourismus setzt, sich an der Studie beteiligen”, meint Andrea Haselwanter-Schneider.

Landesregierung schmuggel diese Studie in Hilfspaket für Osttirol!

“Eine freche und absichtliche Täuschung der Osttiroler Bevölkerung durch die Landesregierung ist es, diese wissenschaftlich wertlose und für die meisten Osttiroler Tourismusbetriebe nutzlose Studie auch noch als Teil eines Hilfspaketes für Osttirol und als breite Unterstützungsmaßnahme für den Bezirk zu verkaufen“, stellen Klubobfrau Andrea Haselwanter-Schneider und Bezirkssprecher Markus Sint fest.

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