Menschen im Schatten

Nicht schönreden, eingreifen!

“Die veröffentlichten Arbeitslosenzahlen bleiben alarmierend hoch, die Lage am Tiroler Arbeitsmarkt hat sich auch über den Sommer nicht entspannt. Noch immer suchen offiziell rund 20.000 Tiroler eine Arbeit, die Dunkelziffer dürfte weit höher sein. Besorgniserregend ist die Lage für ältere Menschen, zumal die Zahl der Arbeitslosen über 50 Jahre um 18 Prozent, oder knapp 700 Personen, auf jetzt mehr als 4.300 Tiroler angestiegen ist”, zeigt sich Klubobfrau LA Andrea Haselwanter-Schneider besorgt.

Statistik über die Arbeitslosigkeit in Tirol von Jänner bis August 2014Schicksale hinter den Arbeitslosenzahlen sehen!

“Noch aussichtloser ist die Lage für die Langzeitarbeitslosen, hier beträgt der Anstieg 60 Prozent, oder 520 Personen, auf jetzt mehr als 1.300 Langzeitarbeitslose. Die Zahl der Arbeitslosen ist auch in allen Bezirken gestiegen, am meisten im Bezirk Schwaz mit 14 Prozent! Hinter diesen Zahlen stecken viele Schicksale, Familien mit Kindern, die unter der Arbeitslosigkeit der Eltern nicht nur finanziell, sondern auch emotional sehr zu leiden haben. Wir wissen aus zahlreichen persönlichen Gesprächen, dass sich Menschen ohne Arbeit aus der Gesellschaft ausgeschlossen fühlen. Nachdem sich die Lage in den ersten acht Monaten dieses Jahres nicht verbessert hat, hat die schwarz-grüne Landesregierung dringenden Handlungsbedarf. Die Ausrede, wonach die Politik keine Arbeitsplätze schaffen könne, lassen wir nicht gelten”, erklärt Andrea Haselwanter-Schneider.

Liste FRITZ: Drei konkrete Maßnahmen im Kampf gegen die Arbeitslosigkeit liegen im Landtag zum Beschluss auf!

Die Regierungsparteien ÖVP und Grüne sowie der gesamte Tiroler Landtag müssen sich aktiver für mehr Arbeitsplätze einsetzen. Die Liste Fritz – Bürgerforum Tirol hat im Juli-Landtag drei konkrete Maßnahmen im Kampf gegen die Arbeitslosigkeit in Tirol vorgeschlagen, die im Herbst 2014 im Landtagsausschuss zu behandeln sind:

  1. Ein Maßnahmenpaket zur Bildung, damit kein Tiroler ohne Schul- und Berufsabschluss bleibt.
  2. Mehr Landesgeld für mehr Brückenarbeitsplätze in sozialökonomischen Betrieben, die sich besonders um ältere Arbeitnehmer und um Langzeitarbeitslose kümmern.
  3. Um rund 20% vergünstigte Sozialtarife für Strom und Gas zugunsten von arbeitslosen Tirolern, Wenigverdienern, Mindestpensionisten, Alleinerziehenden oder kinderreichen Familien.

Andreas Brugger und Andrea Haselwanter-Schneider von der Liste Fritz“Einiges wird schon getan, aber bei 20.000 Tirolern ohne Arbeit ist mehr zu tun!”

“Wer arbeitslos ist, dem fehlt spürbar das Geld, trotzdem muss er weiterhin genauso viel für Strom oder Gas bezahlen. Da können Sozialtarife über die Landesunternehmen TIWAG und TIGAS kurzfristig mit ein paar hundert Euro im Jahr helfen. Warum sollen Tiroler, die es brauchen, diese vergünstigten Tarife nicht bekommen, die großen Wirtschaftsunternehmen aber schon? Die Landesregierung muss mehr in die Bildung, Aus- und Weiterbildung der Menschen investieren, es kann nicht sein, dass in Tirol noch immer Tausende ohne Schulabschluss oder Berufsabschluss bleiben. Das sind die ersten, die keinen Job finden oder arbeitslos werden. Schließlich sind Betriebe, die sich speziell um Langzeitarbeitslose bemühen, stärker zu fördern und nicht wie beim Verein Insieme zuzusperren! Einiges wird schon gemacht, aber klar ist, bei 20.000 Tirolern ohne Arbeit muss die Landesregierung noch viel mehr tun”, verlangen die FRITZ-Abgeordneten Andrea Haselwanter-Schneider und Andreas Brugger.

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