Stempel Arbeitslos

„Natürlich begrüßen wir die beiden Förderprogramme – Zukunft Jugend und das Gemeinde nahe Beschäftigungsprogramm – der Landesregierung. Sie sind ein weiterer Fleck im Fleckerlteppich der ÖVP-SPÖ Arbeitsmarktpolitik. Mehr als nichts, aber auch nicht mehr! Bei knapp 3000 arbeitslosen Jugendlichen hofft die Landesregierung knapp 400 Schulungsplätze zu schaffen. Ein Tropfen auf dem heißen Stein. In diesem Schulungsprogramm ist der Landesregierung ein arbeitsloser Jugendlicher nur 1000 Euro wert. Im Kampf gegen die Arbeitslosigkeit bei den jungen Menschen braucht es weit größere Anstrengungen. Zu einem großen Wurf ist diese schwarz-rote Landesregierung nicht im Stande!“, sagt LA Bernhard Ernst.

Schmalspur-Förderung statt großer Wurf!

Experten und Betroffene gehen von einem Sommerminus von 10 % im Tourismus aus. Das werden auch die tausenden Klein- und Mittelbetriebe spüren. Die Industrie steckt nach wie vor in Problemen wie tausende Mitarbeiter in Kurzarbeit beweisen. Die beiden Programme sind richtig, aber sie sind angesichts der dramatischen Arbeitslosenzahlen – 15.000 Tiroler ohne Job, tausende in Schulungen – viel zu wenig.

„Die ÖVP-SPÖ Landesregierung hofft für 250 Arbeitslose Jobs in den Gemeinden zu schaffen. Bei 279 Gemeinden setzt sich die Landesregierung die Latte nicht hoch an. Es ist in Ordnung, dass die Landesregierung mit den Gemeinden zusammenarbeitet, aber was tut sie im eigenen Wirkungsbereich. Was tut der Arbeitgeber Land Tirol, zum Beispiel in den Bezirkshauptmannschaften, in den Straßenmeistereien oder in der Forstverwaltung? Was tut die Landesregierung in den landesnahen und landeseigenen Betrieben? Wo bleibt ein Programm für Dauer- und Brückenarbeitsplätze, wie wir es im Sonderlandtag gefordert haben?“, will LA Ernst wissen.

ÖVP und SPÖ betreiben Ideenklau!

„Was der Landesregierung jetzt einfällt haben wir schon beim Sonderlandtag Ende Juni vorgeschlagen. Damals haben wir viele konkrete Ideen (anklicken & lesen!) eingebracht. Die ÖVP und die SPÖ haben unseren Kampf gegen die Jugendarbeitslosigkeit schlecht geredet und als Sommertheater abqualifiziert. Die schwarzen und roten Arbeitnehmervertreter haben im Sonderlandtag keine einzige Idee, keine einzige Initiative und keinen einzigen Antrag eingebracht! Jetzt sechs Wochen danach kupfert der Landeshauptmann die Ideen der Opposition ab und will dafür Applaus. Mir ist kein Maßnahmenkatalog der Landesregierung bekannt. Zwar leisten sich Platter & Co einen ganzen Stab von Werbeleuten und Kommunikationsberatern, aber Berater im Bereich Arbeitsmarktpolitik, die eigene Ideen entwickeln und einbringen, scheint die Landesregierung keine zu haben!“, stellt LA Ernst fest.